Zwei Männer (19, 21) in Münchner Festzelt nach versuchten Taschendiebstählen festgenommen

Alfred Ingerl
5 Minuten Lesezeit

Festnahmen und Ermittlungen auf dem Oktoberfest nach mehreren Vorfällen

Auf dem Oktoberfest kam es am Wochenende zu mehreren Festnahmen: In Festzelten und auf dem Festgelände griff die Polizei wegen versuchter und vollendeter Diebstähle, Verstößen gegen das Betäubungsmittelgesetz sowie weiterer Delikte ein. Zudem wurden eine Drohne sichergestellt und Ermittlungen nach einer Meldung über eine mögliche Drohung in Sozialen Medien eingeleitet.

Versuchte Taschendiebstähle und Diebstahl in Festzelten

Am Sonntagabend beobachteten Taschendiebfahnder aus Frankfurt am Main und München in einem Festzelt zwei Männer, die sich offensichtlich nach Gelegenheiten zum Diebstahl umsahen. Einer der Männer versuchte einem Besucher ein Mobiltelefon aus der Gesäßtasche zu entwenden, während der zweite die Umgebung im Blick behielt. Der Diebstahl misslang. Kurz darauf scheiterten die beiden erneut bei dem Versuch, einem 40-jährigen Italiener das Mobiltelefon zu stehlen. Die beiden Tatverdächtigen, ein 19-jähriger Jemenite und ein 21-jähriger Algerier, beide ohne festen Wohnsitz in Deutschland, wurden vorläufig festgenommen, zur Wiesnwache gebracht und angezeigt. Nach Abschluss der polizeilichen Maßnahmen wurden sie in die Haftanstalt des Polizeipräsidiums München überstellt; ein Ermittlungsrichter entscheidet über die Haftfrage. Die weiteren Ermittlungen führt das Kommissariat 55 der Münchner Kriminalpolizei.

In einem weiteren Festzelt fiel Taschendiebfahndern aus Berlin ein Mann auf, der mehrere abgelegte Sonnenbrillen entwendete. Anschließend nahm er eine unter einer Bierbank abgelegte Trachtenjacke an sich, verließ das Zelt und durchsuchte die Jacke außerhalb des Festzelts nach Wertgegenständen. Nachdem er offenbar nichts fand, legte er die Jacke auf dem Boden ab. Der 33-jährige Rumäne mit Wohnsitz in München wurde vorläufig festgenommen, wegen Diebstahls angezeigt und nach Abschluss der Maßnahmen wieder entlassen. Die Ermittlungen führt ebenfalls das Kommissariat 55.

Drohne über dem Festgelände, Drogenfunde und mögliche Drohung in Livestream

Gegen 18:20 Uhr am Sonntag wurde über dem Oktoberfest eine Drohne festgestellt. Polizeibeamte trafen im Bereich Bavariaring/Theresienhöhe den verantwortlichen Piloten an, während die Drohne noch in der Luft war. Es handelt sich um einen 37-jährigen Mexikaner mit Wohnsitz in Mexiko. Der Flug hatte im Luftbeschränkungsgebiet um das Festgelände stattgefunden; der Mann verfügte weder über den erforderlichen Kompetenznachweis, noch war die Drohne registriert oder versichert. Zudem wurde bei ihm eine deutliche Alkoholisierung festgestellt, weshalb eine Blutentnahme erfolgte. Die Drohne wurde sichergestellt; es entstand kein Personen- oder Sachschaden. Nach Zahlung einer Sicherheitsleistung wurde der 37-Jährige entlassen. Die Münchner Verkehrspolizei führt die weiteren Ermittlungen.

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Am späten Sonntagabend und in den frühen Morgenstunden des Montags gab es zwei Festnahmen wegen Drogenverdachts. Ein 41-jähriger Münchner wurde gegen 21:50 Uhr in einem Festzelt kontrolliert; dabei fanden Beamte weißes Pulver, das nach derzeitigem Stand der Ermittlungen Kokain ist. Der Mann leistete bei der Festnahme Widerstand, wurde zur Wiesnwache gebracht und anschließend der Haftanstalt überstellt; am Montagfrüh wurde er wieder entlassen. Gegen ihn wird wegen Verstoßes gegen das Betäubungsmittelgesetz und wegen Widerstands gegen Vollstreckungsbeamte ermittelt. Wenig später, um 00:05 Uhr, stellte die Polizei bei einer Kontrolle in einem Festzelt bei einem 35-jährigen Schweizer ebenfalls weißes Pulver fest, das nach dem derzeitigen Stand als Kokain eingeordnet wird. Der Stoff wurde sichergestellt, der Mann vorläufig festgenommen und nach Zahlung einer Sicherheitsleistung wieder entlassen. Die weiteren Ermittlungen in beiden Fällen führt das Kommissariat 83 der Münchner Kriminalpolizei.

Am Sonntagabend informierte die Polizei, dass während eines Livestreams auf einer Social-Media-Plattform ein Mann auf dem Oktoberfest Äußerungen tätigte, die als mögliche Drohung aufgefasst wurden. Der 22-jährige Afghaner mit Wohnsitz im Landkreis Rosenheim konnte identifiziert und am Hauptbahnhof angetroffen werden; sein Mobiltelefon wurde sichergestellt und der Livestream ausgewertet. Nach derzeitigem Stand ergaben sich keine Hinweise auf eine konkrete Gefahrenlage. Der Mann wurde nach den polizeilichen Maßnahmen entlassen; unabhängig davon wird wegen eines Verstoßes gegen die Oktoberfestverordnung ermittelt, da Livestreams auf dem Festgelände untersagt sind. Die weiteren Ermittlungen führt das Kommissariat 42 der Münchner Kriminalpolizei.

Dieser Artikel basiert auf einer offiziellen Polizeimeldung. Für die sprachliche Überarbeitung wurde künstliche Intelligenz eingesetzt.

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Alfred Ingerl ist Autor bei Presse Augsburg. Sein Schwerpunkt liegt auf aktuellen Polizeimeldungen und Blaulicht-Nachrichten aus Bayern. Er bereitet Meldungen der bayerischen Polizeipräsidien redaktionell für die Veröffentlichung auf Presse Augsburg auf.