Am Freitagnachmittag, 14. Juni 2024, kam es in einem Mehrfamilienhaus in Schliersee zu einem Polizeieinsatz. Dabei waren auch Spezialeinsatzkräfte (SEK) im Einsatz. Zuvor stieß ein 49-jähriger Mann im Ortszentrum Schliersee einen 84-jährigen Passanten zu Boden. Als die Polizei den flüchtigen Tatverdächtigen an seiner Wohnanschrift in Schliersee aufsuchte, bedrohte er die Beamten mit einem Messer. Bei der späteren Festnahme setzte der 49-Jährige schließlich ein Messer gegen einen SEK-Beamten ein. Kripo und Staatsanwaltschaft ermitteln nun insbesondere wegen des Verdachts eines versuchten Tötungsdelikts.

Am Freitag (14. Juni 2024), gegen 15.10 Uhr, wurde über den Polizeinotruf ein Vorfall in einem Supermarkt in Schliersee mitgeteilt. Bei Eintreffen der eingesetzten Einsatzkräfte stellte sich heraus, dass ein 49-jähriger Schlierseer einen 84-Jährigen zu Boden gestoßen hatte. Anschließend flüchtete der Tatverdächtige zu seiner Wohnanschrift unweit des Tatorts. Als die Polizei den 49-jährigen Tatverdächtigen dort aufsuchte, drohte er ein Messer gegen die Beamten einzusetzen.
Das 84-jährige Opfer wurde durch die Tat im Bereich des Kopfes schwer verletzt. Ein nahegelegenes Krankenhaus nahm den Mann aus dem Landkreis Miesbach zur medizinischen Behandlung stationär auf.
Da konkrete Anhaltspunkte vorlagen, dass von dem Tatverdächtigen eine Fremd- bzw. Eigengefährlichkeit ausgehen könnte, wurden unter der Einsatzleitung des Polizeipräsidium Oberbayern Süd zahlreiche Einsatzkräfte der umliegenden Dienststellen zum Einsatzort beordert und Beamte des Spezialeinsatzkommandos Südbayern (SEK) sowie der Verhandlungsgruppe angefordert.
Da eine Gefährdung für die eingesetzten Polizeibeamten nicht ausgeschlossen werden konnte, wurde das Mehrfamilienhaus, in welchem sich der 49-Jährige aufhielt, zunächst umstellt und ein möglicher Zugriff durch Kräfte des SEK vorbereitet. Die Festnahme durch die Spezialkräfte erfolgte kurze Zeit darauf.
Während der Festnahmeaktion stach der 49-Jährige mehrmals mit einem Messer auf einen Beamten des SEK ein. Nur auf Grund der Schutzausstattung blieben alle eingesetzten Beamten unverletzt. Der Tatverdächtige wurde im Zuge des Zugriffs leicht verletzt.
Unter der Sachleitung der Staatsanwaltschaft München II ermittelt das Fachkommissariat 1 der Kriminalpolizeistation Miesbach nun wegen des Verdachts eines versuchten Totschlags sowie dem Verdacht der Körperverletzung gegen den 49-Jährigen.
Auf Antrag der Staatsanwaltschaft wurde der dringend Tatverdächtige am heutigen Samstag (15. Juni 2024) dem zuständigen Ermittlungsrichter beim Amtsgericht München zur Prüfung der einstweiligen Unterbringung vorgeführt. Der Richter folgte dem Antrag und erließ einen Unterbringungsbefehl. Der 49-jährige Deutsche wurde daraufhin in ein psychiatrisches Krankenhaus gebracht.
Die Ermittlungen in dieser Sache dauern an.

