74-Jähriger vereitelt Betrugsmasche: Polizei nimmt drei Verdächtige fest

Alfred Ingerl
2 Minuten Lesezeit

SCHWABACH – Am Dienstag (02.06.2026) hat ein 74-jähriger Mann einen Betrugsversuch durch einen falschen Polizeibeamten erkannt und rechtzeitig die Polizei alarmiert. Die Polizei konnte daraufhin drei Tatverdächtige festnehmen.

Verdächtiger Anruf durchschaut

Der Rentner erhielt gegen 12:00 Uhr einen Anruf von einem angeblichen Polizisten, der vorgab, es habe mehrere Einbrüche in der Umgebung gegeben und der Name des Mannes sei auf einer Liste aufgetaucht. Der 74-Jährige erkannte sofort den Betrugsversuch und informierte die Polizeiinspektion Schwabach, während er das Gespräch noch führte.

Schnelle Reaktion der Polizei

Die Beamten begannen unverzüglich mit der Fahndung und nahmen kurz darauf im Schwabacher Ortsteil Schaftnach den mutmaßlichen Geldabholer vorläufig fest. Das dazugehörige Fluchtfahrzeug entkam über die Bundesstraße 2 in Richtung Autobahn A6. Im Verlauf der Fahndungsmaßnahmen konnte die Verkehrspolizeiinspektion Feucht das Fahrzeug schließlich auf der A6 anhalten und den 43-jährigen Fahrer sowie den 39-jährigen Beifahrer vorläufig festnehmen.

Ermittlungen und Warnhinweise

Die Staatsanwaltschaft Nürnberg-Fürth stellte Haftantrag gegen den 41-jährigen Geldabholer und den 39-jährigen Beifahrer. Beide werden am heutigen Mittwoch (03.06.2026) dem Ermittlungsrichter vorgeführt. Der 43-jährige Fahrer wurde nach Abschluss der polizeilichen Maßnahmen entlassen. Alle Verdächtigen sind rumänische Staatsbürger. Das Fachkommissariat der Nürnberger Kriminalpolizei leitet die weiteren Ermittlungen.

- Anzeige -

Angesichts dieses Vorfalls warnt die Kriminalpolizei eindringlich vor derartigen Betrugsmaschen. Sie appelliert an die Bevölkerung, insbesondere an ältere Personen und deren Angehörige, wachsam zu sein und bestimmte Sicherheitsvorkehrungen zu beachten, um sich vor Betrügern zu schützen:

  • Legen Sie bei verdächtigen Anrufen sofort auf.
  • Die Polizei wird niemals telefonisch Geldbeträge von Ihnen fordern.
  • Geben Sie keine Details zu Ihren Vermögensverhältnissen preis.
  • Wählen Sie bei Unsicherheiten selbstständig die 110, um mit der echten Polizei zu sprechen.
  • Übergeben Sie nie Geld oder Schmuck an Fremde.
  • Nehmen Sie verdächtige Anrufe ernst und melden Sie diese umgehend der Polizei.

Für den Fall verdächtiger Anrufe wird empfohlen, sich nicht zu scheuen, den Polizeinotruf zu wählen.

Diesen Artikel teilen
Alfred Ingerl ist freier Redakteur aus dem Bereich Blaulicht für Augsburg, Bayerisch-Schwaben und Bayern.