Ein 13-jähriger ukrainischer Junge ist in einem Münchner Hotel tot aufgefunden worden. Nach ersten Ermittlungen besteht ein konkreter Tatverdacht gegen seine Mutter.
Obduktion ergibt bislang keine eindeutige Todesursache
Am 4. November bat die Großmutter des Jungen an der Hotelrezeption um eine Nachschau, weil sie sich Sorgen um ihre Familienangehörigen machte. Gegen 9.40 Uhr entdeckte ein Hotelangestellter den leblosen 13-Jährigen in dem angemieteten Hotelzimmer. Die Einsatzkräfte konnten nur noch seinen Tod feststellen.
Die ebenfalls im Zimmer befindliche 37-jährige ukrainische Mutter wurde wegen ihres schlechten Gesundheitszustands in ein Münchner Krankenhaus gebracht. Nach aktuellem Stand bestand für sie zunächst keine Lebensgefahr. Mutter und Sohn, die in Rheinland-Pfalz wohnen, hielten sich seit Ende September in München auf.
Im Hotelzimmer sicherten die Ermittler umfangreiche Spuren und stellten Gegenstände sicher. Eine Obduktion des Jungen wurde durchgeführt, weitere Untersuchungen stehen noch aus. Eine eindeutige Todesursache konnte bislang nicht festgestellt werden. Die Ermittlungen prüfen, ob ein Haft- oder Unterbringungsbefehl gegen die Tatverdächtige beantragt wird.
Weitere Polizeieinsätze in München
In Ramersdorf-Perlach nahm die Polizei zwei Tatverdächtige wegen des Verdachts auf Betäubungsmittelhandel fest. Nach einem gemeldeten Nachbarschaftsstreit fanden die Beamten in der Wohnung eines 22-jährigen Münchners offen herumliegende Betäubungsmittel. Bei der anschließend angeordneten Durchsuchung entdeckten sie größere Mengen verschiedener Betäubungsmittel und mehrere scharfe Schusswaffen. Im Fahrzeug des Mannes fanden die Einsatzkräfte keine strafrechtlich relevanten Gegenstände. Gegen den 22-Jährigen und eine 30-jährige polnische Staatsangehörige ohne festen Wohnsitz in Deutschland wurden Untersuchungshaftbefehle erlassen. Der Haftbefehl gegen die Frau wurde gegen Auflagen außer Vollzug gesetzt.
In Oberföhring brachen bislang unbekannte Täter am 4. November zwischen 8 und 18 Uhr in zwei Wohnungen eines Mehrfamilienhauses ein. Aus einer Wohnung im zweiten Obergeschoss entwendeten sie einen Tresor mit Bargeld und Schmuck im Wert von mehreren tausend Euro. Aus der zweiten Wohnung wurde nach aktuellem Ermittlungsstand nichts gestohlen. Die Kriminalpolizei bittet um Hinweise aus dem Bereich Oberföhringer Straße, Bernheimerstraße, Franz-Wolter-Straße und Cosimastraße. Anwohner sollen prüfen, ob Aufnahmen installierter Überwachungskameras aus dem Tatzeitraum vorliegen. Hinweise nimmt das Kommissariat 53 unter 089 2910-0 entgegen.
In Forstenried bemerkte eine Bewohnerin am 4. November den Alarm eines Rauchmelders und Rauch, der unter einer Wohnungstür hervortrat. Die Feuerwehr öffnete die Wohnung und löschte den Brand. Personen befanden sich nicht darin. Wegen der Schäden ist die Wohnung derzeit unbewohnbar; die Schadenshöhe ist noch unklar. Die Brandursache wird ermittelt.
In Sendling starb eine über 70-jährige Bewohnerin nach einem Brand in ihrer Wohnung. Eine Zeugin hatte gegen 10 Uhr die Rauchmelder gehört und den Notruf gewählt. Einsatzkräfte fanden die Frau mit schweren Brandverletzungen in der stark verrauchten Wohnung und brachten sie in ein Krankenhaus, wo sie kurze Zeit später starb. Durch die Löscharbeiten wurde auch Inventar eines Supermarkts im Erdgeschoss beschädigt. Der Gesamtschaden wird auf mehrere zehntausend Euro geschätzt. Die Brandursache ist noch unklar.
In Laim gaben sich zwei unbekannte Männer gegenüber einer über 80-jährigen Frau als Telekom-Mitarbeiter aus. Unter dem Vorwand, Arbeiten am Internet- und Telefonanschluss durchführen zu müssen, gelangten sie in die Wohnung. Als einer der Männer vorgab, die Toilette benutzen zu müssen, konnte sich der andere unbeobachtet in der Wohnung bewegen. Später stellte die Seniorin fest, dass ihr Geldbeutel mit Bargeld im niedrigen zweistelligen Bereich, Dokumenten und Bankkarten fehlte. Beide Täter wurden als männlich und etwa 50 Jahre alt beschrieben. Hinweise aus dem Bereich Friedenheimer Straße, Endelhauserstraße, Kirchwaldstraße und Meister-Mathis-Weg nimmt das Kommissariat 55 unter 089 2910-0 entgegen.
Die Polizei rät älteren Menschen, unbekannte Handwerker oder angebliche Ableser nicht ohne vorherige Prüfung in die Wohnung zu lassen. Behauptete Arbeiten oder Schadensfälle sollten zunächst bei der Hausverwaltung, dem Hausmeister oder den Stadtwerken überprüft werden.
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