Ein rund 20 Zentimeter langer und mehr als drei Kilogramm schwerer Backenzahn eines Wollhaarmammuts ist ab Samstag, 7. November 2026, im Donauwörther Heimatmuseum zu sehen.
Jakob Schneider aus Donauwörth entdeckte den außergewöhnlichen Fund im Hochsommer. Zunächst sah der Zahn wie ein unscheinbarer, algenüberzogener Stein aus. Stadtheimatpflegerin und Restauratorin Gudrun Reißer erkannte seine Bedeutung, entfernte vorsichtig Algen und andere Schmutzablagerungen und konservierte das prähistorische Objekt in einer speziell angemischten Lösung. Anschließend wurde der Zahn an Anja Hollands, die Leiterin der Donauwörther Museen, für die städtischen Sammlungen übergeben.
Was über den Mammut-Zahn bekannt ist
Das Wollhaarmammut lebte vor mindestens 12.000 Jahren in der Gegend um Donauwörth, möglicherweise aber auch deutlich früher. Während sich die Gletscher damals bis zum Gebiet des heutigen Ammersees erstreckten, blieb die Donau-Ebene eisfrei. Dort wuchs eine steppenartige Vegetation aus Gräsern und Kräutern, die den Pflanzenfressern als Nahrung diente.
Die Lamellen des Zahns deuten darauf hin, dass das Tier zwischen vier und zwölf Jahre alt wurde. Woran es starb, ist heute nicht mehr nachvollziehbar. Ein Mammut konnte bis zu 65 Jahre alt werden. Sein Gebiss bestand aus zwei Stoßzähnen und vier Backenzähnen.
Öffnungszeiten des Donauwörther Heimatmuseums
Der Mammut-Backenzahn wird im Bereich der Fischerei zu den üblichen Öffnungszeiten gezeigt. Das Heimatmuseum ist samstags und sonntags von 14 bis 17 Uhr geöffnet.
Während des Romantischen Weihnachtsmarkts gelten folgende Sonderöffnungszeiten: am 17. und 18. Dezember von 16 bis 20 Uhr sowie am 19. und 20. Dezember von 12 bis 20 Uhr. An Heiligabend und am ersten Weihnachtsfeiertag bleibt das Museum geschlossen, an allen weiteren Feiertagen ist es geöffnet. Vom 26. Dezember bis 6. Januar kann das Museum täglich von 14 bis 17 Uhr besucht werden.

