Mehr als 11.000 Beschäftigte haben am Donnerstag in 81 bayerischen Betrieben die Arbeit niedergelegt. Ein Schwerpunkt lag mit rund 3000 Warnstreikenden in der Luftfahrtbranche.
Bei Airbus Aerostructures in Augsburg beteiligten sich 1100 Beschäftigte, bei Airbus Helicopters in Donauwörth 700 und bei Airbus Defence and Space in Manching 600. Weitere Warnstreiks gab es bei MTU in München. An einer gemeinsamen Kundgebung von MTU, MAN Truck & Bus und zehn weiteren Betrieben in München nahmen insgesamt 2350 Beschäftigte teil.
Im BMW-Werk in Landshut legte die Frühschicht mit 700 Beschäftigten die Arbeit für zweieinhalb Stunden nieder. In Höchstadt beteiligte sich die komplette Frühschicht von Schaeffler an einem Warnstreik. Der Protest richtete sich dort auch gegen die Pläne des Unternehmens zum Abbau von Arbeitsplätzen. Kundgebungen mit jeweils 500 Teilnehmenden gab es zudem in Pfronten und Regensburg.
Warnstreiks in den Regierungsbezirken
In Schwaben beteiligten sich neben Airbus in Augsburg und Donauwörth auch 500 Beschäftigte von DMG MORI und DMG MORI Logistik in Pfronten. Bei WashTec in Augsburg waren 100 Beschäftigte dabei.
In Oberbayern wurden neben den Münchner Betrieben 600 Warnstreikende bei Airbus Defence and Space in Manching, 200 bei Krones in Rosenheim sowie zusammen 100 bei mehreren Unternehmen in Schongau gezählt. Bei Ecolab in Siegsdorf beteiligten sich ebenfalls 100 Beschäftigte.
In Oberfranken beteiligten sich 1300 Beschäftigte bei Bosch in Bamberg an einem Warnstreik der Spät- und Nachtschicht. Weitere Aktionen gab es bei Innomotics in Maroldsweisach mit 150 sowie bei Valeo Wischersysteme in Kronach mit 85 Teilnehmenden. In Niederbayern wurden 300 Warnstreikende bei mehreren Unternehmen in Deggendorf gezählt.
In der Oberpfalz beteiligten sich in Regensburg Beschäftigte von Infineon, Schaeffler Vitesco, Aumovio, Siemens AG, Krones, Schneider Electric, ams-Osram und Reinhausen; insgesamt waren es 500. Bei ZF in Auerbach legten 400 Beschäftigte die Arbeit nieder, in Amberg waren es bei PIA, Kerb-Konus, Afag und Grammer Immenstetten zusammen 210.
In Mittelfranken wurden neben den 500 Warnstreikenden bei Schaeffler in Höchstadt 350 Teilnehmende bei mehreren Betrieben in Erlangen sowie 250 bei Schaeffler, Sanmina und Bosch Industriekessel in Gunzenhausen gezählt. In Unterfranken beteiligten sich in Bad Neustadt 180 Beschäftigte aus mehreren Betrieben und bei Procter & Gamble in Marktheidenfeld 130.
IG Metall kündigt Ausweitung der Warnstreiks an
IG-Metall-Bezirksleiter und Verhandlungsführer Horst Ott erklärte: „Bayernweit setzen sich die Beschäftigten bei unseren Warnstreiks mit Nachdruck für mehr Geld und sichere Arbeitsplätze ein. Die Arbeitgeber sollten diese Signale nicht überhören. Am Freitag werden wir unsere Warnstreiks hinsichtlich Menge und Dauer nochmal erheblich ausweiten.“
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