Abschied und Hoffnung, unter diese beiden Begriffe kann man auch in dieser Saison das letzte Heimspiel des FC Augsburg setzen. Es geht gegen Borussia Mönchengladbach.
Ein letztes Mal tritt der FC Augsburg an diesem Samstagnachmittag (15:30 Uhr) vor eigenem Publikum an. Traditionell wird dieser Spieltag für viele Fans mit einem gemeinsamen Marsch aus der Augsburger Innenstadt zur Arena begonnen. Unter dem Motto „Alle in Weiß“ startet der Zug gegen 11:45 Uhr im Herzen der Stadt, am Rathausplatz.
Abschiede beim FCA
Im Stadion angekommen werden sie sich noch vor dem Spiel von langjährigen Wegbegleitern verabschieden müssen. Nach bisher 117 Einsätzen in rot-grün-weißen Trikots wird Elvis Rexhbecaj nach der Spielzeit ablösefrei zu seinem Stammverein VfL Wolfsburg zurückkehren.

Ein Jahr länger noch, seit 2021, gehört Daniel Klein dem FC Augsburg an. Der Durchbruch blieb ihm verwehrt, wohin sein Weg führen wird, ist noch nicht klar. Dies gilt auch für Torwarttrainer Marco Langer.

Fast schon zum Inventar beim FCA gehörte Stefan Reuter. Der Fußballweltmeister von 1990 kam 2013 als Geschäftsführer Sport nach Schwaben. In seine bis 2023 laufende Zeit in der ersten Reihe fielen auch die Qualifikation für die Europa League und die sensationelle internationale Reise, die in Liverpool endete. Seit 2023 war der 59-Jährige in beratender Funktion tätig.
Kampf um die obere Tabellenhälfte
Für die aktuelle Mannschaft geht es aber gegen Mönchengladbach noch um mehr, als „nur“ in der Vergangenheit zu schwelgen. Das Ziel für die anstehenden Schlusspartien ist gesetzt. Mindestens so viele Punkte sollen gesammelt werden, um am Ende der Saison in der ersten Tabellenhälfte abzuschließen. Rechnerisch wären sogar noch Platz 7 und damit die Qualifikation für die europäischen Wettbewerbe zu schaffen.
Eine schwere Aufgabe: Bei den falschen Ergebnissen könnte man sogar noch bis auf Rang 12 abrutschen. Für die Kicker mit der Zirbelnuss steht also auch nach dem vorzeitig gesicherten Klassenerhalt noch etwas auf dem Spiel. Die Hoffnung auf ein Topergebnis konnte mit dem starken Auswärtsergebnis in der Vorwoche bei Werder Bremen (3:1-Sieg) eindrucksvoll am Leben gehalten werden.
Nach zuletzt fünf Partien ohne Niederlage möchte die Mannschaft von Trainer Manuel Baum den Schwung mitnehmen und die Serie auch gegen Gladbach ausbauen. Die Fohlen dürften aber ohne großen Druck in die Partie gehen. M

it einem 1:0-Erfolg über Borussia Dortmund konnte sich die Elf vom Niederrhein am vergangenen Wochenende den Klassenerhalt sichern. Sie sind als aktueller Elfter eines der Teams, die den FCA noch in der Abschlusstabelle nach unten reichen könnten.
Gladbachs starke Defensive
Das Prunkstück der Gladbacher ist die Abwehr. In dieser Saison konnte die Defensive um Schlussmann Moritz Nicolas bereits 12 Partien ohne Gegentor überstehen. Ein dickes Brett für Augsburg, das sich ja nicht in jeder Partie so torgefährlich zeigte wie zuletzt in Bremen.
Im Hinspiel gelang den Schwaben kein eigener Treffer, dafür kassierte man vier. Ein Spiegelbild der Hinrunde. Seitdem hat sich die Mannschaft unter Manuel Baum als Cheftrainer deutlich stabilisiert und zu alten Tugenden wie Einsatzfreude und Zweikampfstärke zurückgefunden.
Zukunft von Manuel Baum weiter offen
Wie es mit Baum nach dieser Partie weitergeht, ist noch unklar. Verabschiedet werden wird er nicht, dass er Teil der FCA-Familie bleibt, ist klar – nur die Position ist noch offen. Geht der Weg mit ihm an der Seitenlinie weiter oder wechselt er zurück auf seine eigentliche Position als Leiter Entwicklung und Fußballinnovation?
Die Gespräche dazu soll es erst nach der Saison geben. Heute möchten er und seine Mannschaft sich aber zunächst mit einem Sieg vom eigenen Publikum verabschieden.



