Augsburger Panther kämpfen für den Klassenerhalt – AEV siegt auch gegen Wolfsburg

Die Augsburger Panther konnten am Freitagabend den zweiten Sieg in dieser Woche feiern. Vor heimischem Publikum gab es gegen die Grizzlys Wolfsburg einen absolut verdienten 6:2-Erfolg. Der überragender Spieler auf Seiten der Gastgeber war Hakulinen mit fünf Scorerpunkten. Der AEV kämpft somit weiter um seine Chance auf den Klassenerhalt.

Mit dem Auswärtssieg in Straubing unter der Woche hatten die Augsburger Panther Morgenluft im Abstiegskampf gerochen. Gegen die Grizzlys aus Wolfsburg musste aber dringend nachgelegt werden, wenn man noch an das rettende Ufer schwimmen wollte.

AEV mit starkem Auftaktdrittel

Der AEV ging diese Aufgabe mit entsprechendem Tatendrang an, sie sollten sich dafür belohnen. Nach einem schnellen Angriff legte Hakulinen quer zu Bast, der Weitzmann zum 1:0 überwinden konnte. Nur drei Minuten später konnte Tosto nachlegen (11.). Augsburg führte zur ersten Pause mit zwei Treffern absolut verdient. Der AEV war das bessere Team.

Tosto bejubelt sein drittes Saisontor | Foto: Dunja Dietrich

Augsburger Panther verdienen sich den Applaus

Nach dem Seitenwechsel fanden die Gäste zwar etwas besser ins Spiel, der AEV sorgte aber weiter für Zählbares. In der 25. Spielminute konnte Weitzmann einen Schuss nur nach vorne abwehren, der Nachschuss von Collins segelte von einem Verteidiger abgefälscht über den Grizzly-Schlussmann ins Tor. Vielleicht mussten die Panther erst in einer schier aussichtslosen Situation stecken, um in die Spur zu finden. An diesem Freitag jedenfalls hatten die Augsburger viele oft vermisste Eigenschaften gezeigt. Mit viel Einsatz, hoher Laufbereitschaft und der nötigen Kaltschnäuzigkeit im Abschluss hatte man sich den Applaus des Publikums redlich verdient.

Augsburg glaubt an den Sieg

Gelesen war diese Messe aber noch lange nicht. Auf einmal lag die Scheibe bei Augsburger Powerplay im Panther Tor, doch die Gastgeber hatten Glück. Beim Abschluss war ein Wolfsburger Spieler durch den Torraum von Markus Keller gefahren, die Schiedsrichter verweigerten dem Treffer die Anerkennung. „Das hat das Momentum aus unseren Händen genommen“, so Gäste-Trainer Mike Stewart nach der Partie. Als dann auch noch der in dieser Saison oft gescholtene Hakulinen aus dem linken Bullykreis aus mit einem gezielten Handgelenksschuss die Anzeigetafel auf 4:0 gestellt hatte, glaubten alle im Stadion an den zweiten Sieg in Serie (39.).   

Panther holen wichtigen Dreier

Der sonst erneut starke AEV-Keeper Keller leistete sich zu Beginn des Schlussabschnitts einen Fehler und schon kam wieder mehr Spannung in die Partie. Mit dem Schläger wischte er den Puck direkt zum direkt vor ihm stehenden Dumont, der sich auf seine Art für die Einladung bedankte (42.). Wolfsburg drückte in der Folge, Augsburg konnte sich phasenweise nur schwer aus der eigenen Zone befreien. Als den Hausherren zunehmend die Kräfte auszugehen schienen, verschafften sie sich selbst erneut einen großzügigen Puffer. Florian Elias markierte die Vorentscheidung (50.). Der Treffer von Fauser zwei Minuten vor dem Ende brachte keine Wende zu Gunsten der Gäste mehr. 21 Sekunden vor waren noch zu spielen, als Hakulinen mit einem Schuss in das zugunsten eines weiteren Feldspielers verwaiste Wolfsburger Tor den Schlusspunkt setzte. Es war der fünfte Scorerpunkt an diesem Abend herausragenden Finnen. Panther-Coach Mitchell: „Wir wurden angeführt von einem überragenden Anrei Hakulinen“

Foto: Dunja Dietrich

Dank einer guten Leistung konnten die Augsburger Panther erstmals seit dem 5. Januar volle drei Punkte einfahren. Am Sonntag soll es gegen Schwenningen so weiter gehen. „Wir wollten zeigen, dass wir noch leben“, freut sich Mitchell ach der Partie. Spielbeginn im Curt-Frenzel-Stadion ist um 16:30 Uhr.

AEV: Keller, Mann – Blumenschein, Reul, van der Linde, Zajac, Renner, Schemitsch, McCourt, – Volek, Collins, Louis, Kunyk, Bast, M. Elias, Oblinger, F. Elias, Baptiste Tosto, Zengerle, Hakulinen

Tore: 1:0 Bast (Hakulinen/Zajakc) 8., 2:0 Tosto (Renner/Oblinger) 11., 3:0 Collins (Renner/Hakulinen) 25., 3:0 Collins (Renner/Hakulinen) 25., 4:0 Hakulinen (Baptiste/Zajac) 39., 4:1 Dumont (Fauser/Krupp) 42., 5:1 F. Elias (Hakulinen) 50., 5:2 Fauser (Feser/Pfohl) 58., 6:2 Hakulinen 60.

Schiedsrichter: Schadewaldt, Frano | Ceplik, Tanko Strafzeiten: Augsburg 2 – Wolfsburg 6

Zuschauer: 5.601

 

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Dominik Mesch
Dominik Mesch
Dominik Mesch ist freier Redakteur und Mitglied der Presse Augsburg-Redaktion.

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