Der Augsburger Stadtrat Christian Pettinger (ÖDP) hat angekündigt, sich in der kommenden Amtsperiode erneut der SPD-Fraktion anzuschließen. Die Entscheidung begründet er mit positiven Erfahrungen aus der vergangenen Stadtratsarbeit und neuen politischen Rahmenbedingungen.
Beim Monatstreffen der ÖDP im Zeughaus erklärte Pettinger seine Entscheidung offiziell. Bereits in der laufenden Periode habe er als Einzelstadtrat über die SPD-Fraktion an Ausschüssen teilnehmen können und dort ökologische Themen eingebracht. „Die Zusammenarbeit war von gegenseitigem Vertrauen geprägt. So durfte ich die SPD-Fraktion auch als umweltpolitischer Sprecher nach außen vertreten“, so Pettinger.
Die Kooperation habe sich aus seiner Sicht bewährt und ihm ermöglicht, politische Ziele der ÖDP wirksam zu vertreten.
Neue Mehrheiten im Stadtrat als Chance
Für die kommende Amtszeit sieht Pettinger veränderte politische Voraussetzungen, insbesondere durch die Wahl von Florian Freund zum Oberbürgermeister. Dadurch ergebe sich die Perspektive auf eine offenere und konstruktivere Stadtratsarbeit innerhalb einer gestaltenden Mehrheit.
Pettinger betont: „Ich habe ja bereits im Wahlkampf die Kandidatur von Florian Freund für das OB-Amt aktiv unterstützt, weil ich weiß, dass er bei vielen Themen, die auch mir wichtig sind, bestehende Mängel und Unzulänglichkeiten beseitigen will. Die zentralen Themen in der nächsten Zeit sind für mich neben Verbesserungen beim ÖPNV unbedingt auch die flächendeckende Stadtbegrünung und die konsequente Verfolgung der Nachhaltigkeitsziele. Aber auch von der alten Stadtregierung sträflich vernachlässigte Einrichtungen, wie z.B. das Naturmuseum, sollen eine neue Chance erhalten.“
Grüne gehen in die Opposition | Kritik an neuer „Startmehrheit“ im Augsburger Stadtrat
Offene Rollenverteilung und klare Ziele
Noch seien die finalen Verhandlungen über Zuständigkeiten und Funktionen nicht abgeschlossen, dennoch signalisiert Pettinger Bereitschaft zu mehr Verantwortung. „Letztlich muss es darum gehen, für alle AugsburgerInnen eine lebenswertes Umfeld auch für die Zukunft sicherzustellen“, so der Stadtrat.
Beim Treffen erhielt er nach eigenen Angaben breite Unterstützung aus der Partei. Diese Rückendeckung sei für ihn wichtig, um die Bodenhaftung in der politischen Arbeit zu behalten.




