Autofahrer rast in Menschenmenge | Tote und Verletzte bei Anschlag auf Weihnachtsmarkt in Magdeburg

Kurz vor Weihnachten erschüttert ein brutal ausgeführter Terroranschlag den Magdeburger Weihnachtsmarkt. Ein Autofahrer raste am Abend des 19. Dezember gegen 19:04 Uhr mit einem dunklen PKW gezielt in eine Menschenmenge vor dem Rathaus. Regierungssprecher Matthias Schuppe bestätigte, dass es sich um einen terroristischen Akt handelte.

Unterschiedliche Aussagen zu Opferzahlen

BILD berichtete zwischenzeitlich, dass 11 Menschen ums Leben gekommen sind und 60 bis 80 Personen verletzt wurden. Andere Berichte sprechen aktuell von 1 bis 2 Toten, aber vielen schwer verletzten Personen. Sachsen-Anhalts Ministerpräsident Reiner Erich Haseloff (CDU) hat am Abend (Stand 22 Uhr) mitgeteilt, dass es mindestens zwei Tote gegeben haben soll – darunter nach seinen Angaben ein Kleinkind. 

Augenzeugen berichteten von chaotischen Szenen, in denen panische Besucher versuchten, dem Ort des Geschehens zu entkommen. Rettungskräfte richteten Notfallzelte ein, um die Verletzten zu versorgen, die teils reglos vor den Marktständen auf dem Boden lagen.

Täter ist Arzt offenbar seit 2006 in Deutschland

Laut Ministerpräsident Reiner Haseloff wurde der Täter als saudischer Staatsbürger identifiziert, der 2006 nach Deutschland kam. Er lebt und arbeitet als Arzt in Bernburg und besitzt eine permanente Niederlassungserlaubnis. Haseloff betonte, dass keine weitere Gefahr für die Bevölkerung bestehe und ging davon aus, dass es sich um einen Einzeltäter handelt.

Stadtsprecher erschüttert von den Ereignissen

Stadtsprecher Michael Reif zeigte sich im Gespräch mit dem MDR erschüttert: „Die Bilder sind schrecklich.“ Konkrete Informationen zur Zahl der Opfer seien noch nicht zu bestätigen.

„Kriegsähnliche Zustände“ 

Laut einer Augenzeugin, die der „Mitteldeutschen Zeitung“ ihre Erlebnisse schilderte, lenkte der Täter sein Fahrzeug „ausgerechnet in den Märchen-Bereich des Magdeburger Weihnachtsmarktes“, wo sich besonders viele Familien aufhielten. Sie konnte sich mit ihrem Kind gerade noch rechtzeitig zur Seite retten.

Ein Gastronom, der seinen Stand nur knapp verfehlte, verglich die Szenen mit „kriegsähnlichen Zuständen“. Das entsetzliche Geschehen hinterließ eine Stadt im Schock.

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