AvD warnt vor höheren Spritpreisen nach Auslaufen des Tankrabatts

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Presse Augsburg
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Ende Juni läuft der befristete Tankrabatt in Deutschland aus. Der Automobilclub von Deutschland (AvD) befürchtet deshalb erneut steigende Kraftstoffpreise und fordert langfristige Maßnahmen für mehr Transparenz und fairen Wettbewerb auf dem Kraftstoffmarkt.

Die Senkung der Energiesteuer hatte seit Mai für eine spürbare Entlastung an den Tankstellen gesorgt. Nachdem die Kraftstoffpreise infolge der Spannungen im Nahen Osten zeitweise stark gestiegen waren, gingen sie zuletzt wieder zurück. Mit dem Ende des Tankrabatts rechnen Experten jedoch erneut mit steigenden Kosten für Autofahrer.

Auch Bundesbankpräsident Joachim Nagel hatte zuletzt vor weiterem Preisdruck und möglichen Auswirkungen auf die Inflation gewarnt.

AvD fordert dauerhafte Lösungen

Aus Sicht des Automobilclubs von Deutschland (AvD) reichen zeitlich begrenzte Entlastungen nicht aus. Stattdessen seien eine stärkere Kontrolle des Kraftstoffmarktes, mehr Transparenz bei der Preisgestaltung sowie gezielte Hilfen für Pendler und Menschen in ländlichen Regionen notwendig.

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Die jüngsten diplomatischen Annäherungen im Nahen Osten hätten zwar zu sinkenden Ölpreisen beigetragen. Entscheidend sei jedoch, dass diese Entwicklungen auch tatsächlich bei den Verbrauchern ankommen.

AvD-Präsident Lutz Leif Linden betont: „Das Ende des Tankrabatts darf nicht zum Startschuss für die nächste Preiswelle werden. Die Bundesregierung muss jetzt sicherstellen, dass internationale Entspannung und sinkende Rohölpreise auch tatsächlich an den Zapfsäulen ankommen. Statt immer neuer Subventionen braucht Deutschland einen fairen, transparenten Kraftstoffmarkt, in dem Wettbewerb und nicht Krisengewinne den Preis bestimmen.“

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Neue Tankregel zeigt bislang wenig Wirkung

Auch die seit April geltende Vorgabe, wonach Tankstellen ihre Preise nur noch einmal täglich erhöhen dürfen, hat nach Einschätzung des AvD bislang keinen spürbaren Einfluss auf das Preisniveau. Viele Autofahrer hätten ihr Tankverhalten inzwischen angepasst und füllen den Tank möglichst vor der täglichen Preiserhöhung um 12 Uhr auf.

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Newsdesk der Presse Augsburg Medien-Redaktion.