Bauern protestieren im Kreis Günzburg mit rund 900 Traktoren gegen die Entscheidungen der Bundesregierung

Es waren deutlich mehr als die vom Veranstalter angekündigten 100 Traktoren, die sich am Donnerstagnachmittag zu einer Versammlung auf dem Günzburger Volksfestplatz einfanden. Am Ende zählte der Veranstalter knapp 900 Traktoren, die anschließend in mehreren Konvois durch die Innenstadt fuhren. Das Landratsamt Günzburg als Genehmigungsbehörde zieht eine positive Bilanz.

Symbolbild

Zwei Tage zuvor hatte der Bayerische Bauernverband, Kreisverband Günzburg, die Versammlung beim Landratsamt Günzburg angemeldet. Die Versammlung selbst verlief ohne Zwischenfälle, führte aber zu erheblichen Verkehrsbehinderungen. Schon bei der Anfahrt der Traktoren staute sich der Verkehr auf den Zufahrtsstraßen. Kurz nach 16 Uhr setzte sich der erste Konvoi durch die Innenstadt in Bewegung. Da deutlich mehr Traktoren als erwartet teilnahmen, wurde der Konvoi in mehrere Blöcke aufgeteilt, um die Rettungswege freizuhalten. Der letzte Konvoi löste sich gegen 19 Uhr auf. Während dieser Zeit mussten in der Günzburger Innenstadt Straßen gesperrt und Geschwindigkeitsbegrenzungen eingerichtet werden.

Neben Mitarbeitern des Landratsamtes, des Staatlichen Bauamtes und der Stadt Günzburg waren auch die Feuerwehr Günzburg, der THW Ortsverband Günzburg sowie die PI Günzburg vor Ort, unterstützt von Kräften der Verkehrspolizei und der Bereitschaftspolizei. Sie alle zogen ein positives Fazit der Veranstaltung, die trotz der großen Teilnehmerzahl reibungslos, friedlich und ohne Zwischenfälle verlief, was vor allem auf das vernünftige Verhalten der Veranstaltungsteilnehmer zurückzuführen ist.

Im Vorfeld der Veranstaltung gab es einen konstruktiven und engen Austausch zwischen dem Veranstalter und der Genehmigungsbehörde, dem Landratsamt Günzburg, sowie der Stadt Günzburg, dem Staatlichen Bauamt Krumbach und der Polizei.

Die Landwirte demonstrieren mit der Maßnahme gegen die Entscheidungen der Bundesregierung der Landwirtschaft Subventionen, wie den Agrardiesel und die Steuervergünstigung für landwirtschaftliche Fahrzeuge zu streichen. In Teilen war die Regierung schon wieder zurückgerudert, dies genügt den Bauern aber noch nicht, die einen Rückkehr zum Ausgangszustand fordern.

„Mit der Veranstaltung haben unsere Landwirtinnen und Landwirte ein starkes Signal in Richtung Berlin gesendet. Bayern steht an der Seite der Landwirtschaft.  Die Belastungen aus Berlin schaden der Wettbewerbsfähigkeit unserer regionalen Lebensmittelproduktion und führt zur Abwanderung ins europäische Ausland. Wer bei der Landwirtschaft spart, spart an der falschen Stelle.“, so Jenny Schack, MdL (CSU).

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