Bei Maibaumwache | Jugendliche sollen Mann angezündet haben

In der Nacht von 29.04. auf 30.04.2023 erlitt ein 40-Jähriger in Oberpöring (Kreis Deggendorf) schwere Brandverletzungen während einer Maibaumwache einer örtlichen Feuerwehr in einem Ortsteil der Verwaltungsgemeinschaft. Die Ermittlungen hierzu wurden von der Staatsanwaltschaft Deggendorf in enger Zusammenarbeit mit der Kriminalpolizeistation Deggendorf übernommen.

Symbolbild

Der Vorfall wurde am Nachmittag des 30.04.2023 bei der Polizeiinspektion Plattling angezeigt, wonach zunächst von einem Unfallgeschehen ausgegangen werden musste. Zu Beginn der Ermittlungen ergaben sich jedoch bereits erste Verdachtsmomente, die den geschilderten Tatablauf der Beteiligten in Verbindung mit den erlittenen Verletzungen des 40-Jährigen nicht in Einklang zu bringen waren.  

Nach dem bisherigen Stand der intensiv geführten Ermittlungen soll der 40-Jährige am Sonntag, den 30.04.2023, zwischen 01.30 Uhr und 02.00 Uhr während einer Maibaumwache durch zwei Jugendliche mit brennbarer Flüssigkeit besprüht und anschließend die Oberbekleidung mit einem Feuerzeug in Brand gesetzt worden sein. Weitere Anwesende kamen dem 40-Jährigen zu Hilfe und löschten den Brand. Anschließend verließ der 40-Jährige, offenbar schwer verletzt, die Örtlichkeit.

Gegen die beiden Jugendlichen wurden Verfahren wegen des Verdachts der schweren Körperverletzung eingeleitet. Da sich im Zuge der Ermittlungen auch Hinweise ergaben, dass der 40-Jährige hinsichtlich der Darstellung des Tatherganges dahingehend beeinflusst wurde, dass er ein Unfallgeschehen oder eigenverschuldetes Verhalten angeben solle und sie zudem in Absprache und vorsätzlich falsch ausgesagt haben, richten sich die Ermittlungen auch gegen weitere fünf Anwesende der Maibaumwache wegen des Verdachts der Strafvereitelung und der unterlassenen Hilfeleistung. Hierbei handelt es sich um einen weiteren Jugendlichen, um zwei Heranwachsende sowie um zwei erwachsene Männer.

Der 40-jährige Verletzte musste noch am 30.04.2023 in eine Spezialklinik eingeliefert werden, in der mehrere operative Eingriffe notwendig waren. Aktuell befindet er sich nicht mehr in stationärer Behandlung. Aufgrund schwerer Brandverletzungen im Gesicht und im vorderen Körperbereich sind Anschlussbehandlungen aber weiterhin notwendig.

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