Die Eröffnung des neuen Stuttgarter Hauptbahnhofs im Rahmen des Projekts Stuttgart 21 wird offenbar auf Ende 2031 verschoben.
Stuttgart-21-Baustelle (Archiv), via dts Nachrichtenagentur
Das berichtet die “Frankfurter Allgemeine Zeitung” unter Berufung auf mit dem Projekt vertraute Personen. Grund für die Verzögerung seien “drastische Versäumnisse” der zuständigen Projektgesellschaft der Deutschen Bahn, hieß es weiter. Auch in der grün-schwarzen Landesregierung von Baden-Württemberg werde davon ausgegangen, dass eine Eröffnung vor 2031 höchst unwahrscheinlich sei.
Die Deutsche Bahn plane nun eine gestaffelte Inbetriebnahme, die Ende 2027 erste Entlastungen für die Bahnkunden bringen solle. Ursprünglich war die Eröffnung des Bahnhofs für 2025 vorgesehen, später wurde der Termin auf 2026 verschoben. Politiker verschiedener Parteien äußerten wiederholt, dass sie eine Inbetriebnahme erst bei einem verlässlichen und pünktlichen Bahnverkehr befürworteten. Die Deutsche Bahn warnte jedoch vor hohen finanziellen Folgen einer erneuten Verschiebung.
Stuttgart 21 zählt zu den umstrittensten Infrastrukturprojekten Deutschlands. Die Kosten sind von ursprünglich rund 2,5 Milliarden Euro auf über elf Milliarden Euro gestiegen. Das Projekt wurde immer wieder von Bauproblemen, Klagen, Planänderungen und Kostensteigerungen ausgebremst. Der Zeitplan geriet regelmäßig ins Wanken, und die Eröffnung wurde mehrfach verschoben.

