Die Berliner Linke bekräftigt ihren Regierungsanspruch in der Hauptstadt. “Dass wir ins Rote Rathaus einziehen wollen, daran besteht überhaupt kein Zweifel”, sagte Bjoern Tielebein, Landesgeschäftsführer und Wahlkampfleiter, der “Welt”. Im Gegenteil: Noch nie sei der Wille so klar, so geschlossen und so kampfbereit gewesen wie in diesem Wahlkampf.
Hintergrund ist ein von der Linksjugend Berlin verbreiteter Aufruf mit dem Titel “Rebellischer Wahlkampf: Für linke Politik kämpfen statt Regierungsbeteiligung”. Darin kündigt ein Netzwerk namens “Linke in der Linken” eine Kampagne gegen eine etwaige Koalition mit SPD und Grünen an. Statt einer Regierungsbeteiligung wolle die Initiative “eine Kraft aufbauen, die das Übel an der Wurzel packt, indem wir gemeinsam gegen den Kapitalismus und für eine sozialistische Umwälzung kämpfen, für eine Gesellschaft frei von Ausbeutung und Unterdrückung”, heißt es in dem Aufruf.
Die Linke-Landesspitze stellt sich demonstrativ hinter Bürgermeisterkandidatin Elif Eralp. Diese sei “einmütig und mit großem Beifall” auf dem Landesparteitag zur Spitzenkandidatin gekürt worden. “Erstmals haben wir auch im Wahlprogramm unmissverständlich festgeschrieben: Elif Eralp ist unsere Kandidatin für das Amt der Regierenden Bürgermeisterin”, so Tielebein. Man wolle das Rote Rathaus “erobern”, um die Stadt zu verändern. “Und jetzt, auf den letzten Metern dieses Wahlkampfes, gehen wir mit Tausenden Freiwilligen noch einmal von Tür zu Tür, in jeden Kiez, in jede Straße.”

