Am gestrigen Nachmittag wurde eine 42-jährige Frau aus Odelzhausen im Landkreis Dachau Opfer der überregional bekannten Betrugsmasche des falschen Polizeibeamten. Dabei erbeuteten die Betrüger rund 17.000 Euro. Die Kriminalpolizei Fürstenfeldbruck hat die Ermittlungen aufgenommen und bittet die Öffentlichkeit um Mithilfe.
Betrüger geben sich als Polizisten aus
Am Nachmittag des 19.03.2026 erhielt die Frau einen Anruf von einer Betrügerin. Diese schaffte es gemeinsam mit einem Komplizen, der Frau glaubhaft zu machen, dass in ihrer Nachbarschaft diverse Raubüberfälle stattgefunden hätten und dass ihre Mithilfe zur Ergreifung der Täter notwendig sei. Die Frau wurde angewiesen, ihr bei sich zu Hause aufbewahrtes Bargeld in einen Kochtopf zu legen, diesen auf dem Parkplatz eines Supermarktes in der Rudolf-Diesel-Straße 9 unter ihrem Fahrzeug zu deponieren und anschließend nach Hause zu fahren. Der Kochtopf befand sich in einer karierten Stofftasche, die mit Bildern von VW-Bussen bedruckt war.
Frau erkennt Betrug erst nachträglich
Nachdem die Frau zu Hause ankam, erhielt sie eine weitere Nachricht, dass dank ihrer Mithilfe zwei Täter gefasst worden seien. Erst am Abend kam der 42-Jährigen der Verdacht, dass sie einem Betrug zum Opfer gefallen sein könnte. Sie kontaktierte die Polizei über die Notrufnummer und wurde über die Masche informiert.
Ermittlung und Hinweise
Die Kriminalpolizeiinspektion Fürstenfeldbruck führt derzeit die Ermittlungen und bittet Zeugen, die verdächtige Wahrnehmungen auf dem Parkplatz des genannten Supermarktes gemacht haben, sich unter der Telefonnummer 08141 612-0 zu melden.
Um nicht ebenfalls Opfer eines solchen Betrugs zu werden, gibt die Kriminalpolizei folgende Tipps:
- Seien Sie misstrauisch bei unerwarteten Anrufen, insbesondere wenn sie die Nummer 110 auf Ihrem Display sehen.
- Beenden Sie bei Zweifeln das Gespräch sofort, ohne persönliche Informationen preiszugeben.
- Gehen Sie nie auf Forderungen zur Übergabe von Bargeld ein.
- Die Polizei wird Sie nie um Bargeld oder Wertgegenstände bitten!
- Sprechen Sie über solche Betrugsformen auch mit Angehörigen, um sie zu warnen.
Weitere Informationen finden Interessierte im Internet auf den Seiten der Präventionskampagne „Leg´auf!“.





