Betrugsmasche in Bamberg: Falsche Schenkungen kosten Transportgebühren

Alfred Ingerl
2 Minuten Lesezeit

BAMBERG / OBERFRANKEN. In jüngster Zeit berichten immer mehr Menschen von betrügerischen E-Mails, die hochwertige Gegenstände als vermeintliche Schenkungen anbieten. Ziel der Betrüger ist es, Empfänger zur Zahlung angeblicher Transport- und Lagerkosten zu bewegen.

Betrüger bieten angebliche Schenkungen an

Die Masche der Betrüger beginnt oft mit dem Hinweis, dass ein verstorbener Angehöriger einen wertvollen Gegenstand hinterlassen habe, der aus Platzgründen verschenkt werden soll. Häufig betrifft dies Musikinstrumente wie Flügel, Klaviere, Geigen oder Trompeten. In anderen Fällen werden Möbel, Computer, Kunstgegenstände oder Sportgeräte angeboten.

Falsche Logistikunternehmen und Vorabzahlungen

Zeigen die Empfänger Interesse, erklären die Betrüger, dass sich der Gegenstand bereits bei einer Spedition befinde. Die Betroffenen werden dann aufgefordert, Kontakt zu einem angeblichen Logistikunternehmen aufzunehmen und vorab Gebühren für Transport oder Einlagerung zu zahlen. Nach der Überweisung bricht der Kontakt meist ab, und der offerierte Gegenstand existiert in Wirklichkeit nicht.

Ein aktueller Betrugsfall in Bamberg

Ein aktueller Fall in Bamberg verdeutlicht dies: Ein Musiklehrer erhielt eine E-Mail von einer vermeintlichen „Frau Pelkowski“, die einen Yamaha Flügel des verstorbenen Ehemanns an die Schule verschenken wollte. Dafür sollten nur die Transportkosten von über 1.000 Euro an ein Speditionsunternehmen überwiesen werden. Die Polizei Bamberg erkannte das Angebot als Betrug, sodass kein Schaden entstand. Die Kriminalpolizei Bamberg ermittelt.

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Die Polizei rät dringend:

  • Leisten Sie keine Vorauszahlungen für Transport-, Lager- oder Bearbeitungsgebühren im Zusammenhang mit angeblichen Schenkungen.
  • Vereinbaren Sie eine persönliche Besichtigung des angebotenen Gegenstands.
  • Prüfen Sie die Identität des Absenders und die Kontaktdaten.
  • Recherchieren Sie selbstständig über genannte Speditionen und Ansprechpartner.
  • Seien Sie vorsichtig bei außergewöhnlich großzügigen oder zeitlich drängenden Angeboten.

Wer eine solche Nachricht erhält oder bereits Zahlungen geleistet hat, sollte umgehend die örtliche Polizeidienststelle kontaktieren. Die Polizei warnt: Wenn ein Angebot zu gut klingt, um wahr zu sein, ist besondere Vorsicht geboten.

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Alfred Ingerl ist freier Redakteur aus dem Bereich Blaulicht für Augsburg, Bayerisch-Schwaben und Bayern.