Betrugsserie in Oberfranken: Drei Tatverdächtige in U-Haft

Alfred Ingerl
4 Minuten Lesezeit

Nach mehreren Betrugsversuchen an älteren Menschen in Oberfranken hat ein Ermittlungsrichter gegen drei Tatverdächtige Untersuchungshaftbefehle erlassen.

Am vergangenen Donnerstag versuchten mutmaßliche Betrüger in Rödental, Dörfles-Esbach, Lautertal und Marktleugast mit unterschiedlichen Maschen, ältere Menschen um Geld und Wertgegenstände zu bringen. In Rödental waren sie erfolgreich: Eine 74-Jährige übergab einer falschen Polizeibeamtin Wertgegenstände im Wert eines vierstelligen Eurobetrags. Durch aufmerksame Angehörige und das schnelle Eingreifen der Polizei konnten weitere Übergaben verhindert werden.

Wertgegenstände in Kofferraum entdeckt

Eine 74-jährige Frau aus einem Rödentaler Ortsteil erhielt am Donnerstagvormittag den Anruf eines vermeintlichen Polizeibeamten. Er behauptete, in der Nähe seien Einbrecher festgenommen worden. Bei ihnen habe die Polizei einen Zettel gefunden, weshalb auch das Eigentum der Seniorin gefährdet sei.

Gegen 12.30 Uhr erschien eine Frau bei der 74-Jährigen und gab sich als Polizeibeamtin aus. Unter dem Vorwand, die Wertgegenstände der Seniorin fotografieren zu müssen, nahm sie einzelne Gegenstände an sich und verschwand. Als sie nicht zurückkehrte, verständigte die Seniorin etwa eine Stunde später die Polizei.

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Am Nachmittag versuchten die Betrüger auch, eine 87-Jährige in Dörfles-Esbach um ihr Vermögen zu bringen. Ein angeblicher Bankmitarbeiter berichtete am Telefon von verdächtigen Kontobewegungen und kündigte den Besuch eines Polizeibeamten an. Während die Seniorin noch telefonierte, kam ein Angehöriger nach Hause, erkannte die Betrugsmasche und verständigte die Polizei.

Eine Streifenbesatzung kontrollierte daraufhin in der Nähe des Wohnanwesens einen verdächtigen Pkw. Im Kofferraum fanden die Beamten die Wertgegenstände, die zuvor von der 74-Jährigen in Rödental übergeben worden waren. Die beiden Insassen, eine 31-jährige Deutsche und ein 19-jähriger Deutscher, wurden vorläufig festgenommen. Zu einer Übergabe in Dörfles-Esbach kam es nicht.

Schockanrufe in Lautertal und Marktleugast

In Lautertal erhielt eine 62-Jährige gegen 14.30 Uhr einen sogenannten Schockanruf. Die Täter behaupteten, eine Angehörige habe einen Verkehrsunfall verursacht, bei dem ein Mensch ums Leben gekommen sei. Um eine Inhaftierung abzuwenden, müsse die Frau eine Kaution in fünfstelliger Höhe hinterlegen.

Die 62-Jährige durchschaute die Masche, hielt das Gespräch jedoch aufrecht, während ihr Ehemann die Polizei verständigte. Kriminalpolizisten waren bereits vor Ort, als ein verdächtiger Mann am Anwesen vorbeilief. Sie nahmen den 27-jährigen ukrainischen Staatsangehörigen vorläufig fest. Bei ihm fanden die Ermittler einen Fahrzeugschlüssel; den dazugehörigen Pkw entdeckten sie in der Nähe. Nach der Festnahme beendeten die Täter das Telefonat.

Das Fahrzeug war zuvor einem Polizeibeamten aufgefallen, der sich in seiner Freizeit in Marktleugast aufhielt. Er informierte seine im Dienst befindlichen Kollegen über die Beobachtung.

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Auch in Marktleugast versuchten Betrüger am selben Tag, eine 83-Jährige zu täuschen. Ein vermeintlicher Polizeibeamter behauptete, eine Angehörige habe einen tödlichen Verkehrsunfall verursacht. Die Täter forderten einen sechsstelligen Geldbetrag und erkundigten sich nach Wertgegenständen. Die Seniorin sollte Bargeld und Wertsachen in einem Stoffbeutel zur Abholung bereithalten.

Etwa 30 Minuten später erschien ein Mann an ihrem Anwesen. Inzwischen war der Ehemann der Seniorin nach Hause gekommen. Er erkannte den Betrugsversuch und forderte den Unbekannten auf, das Grundstück zu verlassen. Zu einer Übergabe kam es nicht.

Untersuchungshaftbefehle erlassen

Ob die Betrugsversuche in Lautertal und Marktleugast zusammenhängen, ist Gegenstand der Ermittlungen. Die drei Festgenommenen wurden am Freitag, 23. Oktober 2026, auf Antrag der Staatsanwaltschaft Coburg einem Ermittlungsrichter am Amtsgericht Kronach vorgeführt. Gegen alle drei Tatverdächtigen ergingen Untersuchungshaftbefehle. Sie befinden sich inzwischen in unterschiedlichen Justizvollzugsanstalten.

Die Kriminalpolizei Coburg führt die weiteren Ermittlungen unter Sachleitung der Staatsanwaltschaft Coburg.

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Dieser Beitrag wurde unter Einsatz Künstlicher Intelligenz erstellt.

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Alfred Ingerl ist Autor bei Presse Augsburg. Sein Schwerpunkt liegt auf aktuellen Polizeimeldungen und Blaulicht-Nachrichten aus Bayern. Er bereitet Meldungen der bayerischen Polizeipräsidien redaktionell für die Veröffentlichung auf Presse Augsburg auf.