Bund der Steuerzahler kritisiert Sanierung von Schloss Bellevue

Der Bund der Steuerzahler (BdSt) hat die Kosten für die Sanierung des Amtssitzes von Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier kritisiert. Die Arbeiten am Schloss Bellevue würden demnächst beginnen – „und das mit einer Start-Kalkulation von bereits mehr als 600 Millionen Euro plus Risikopuffer von 260 Millionen Euro“, sagte BdST-Präsident Reiner Holznagel der „Süddeutschen Zeitung“ (Freitagausgabe).

Schloss Bellevue (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

Aus einschlägiger Erfahrung sei es fraglich, ob dies „das Ende der Fahnenstange“ sein werde. „Wenn man dann noch die Baukosten von 205 Millionen Euro für den neuen Interimsbau – ein Bundespräsidialamt 2.0 – dazurechnet, kommen wir schnell auf eine Milliarde Euro.“

Bei diesem Milliarden-Betrag falle „einem gleich ein weiteres Prestigeprojekt ein – der Erweiterungsbau fürs Kanzleramt“. Im Bundeshaushalt würden die Defizite steigen, doch für den Bundesbau sei reichlich Geld da. „Sparsamkeit sieht anders aus“, so Holznagel.

Am Mittwoch waren die Kosten für die Sanierung von Schloss Bellevue bekannt geworden. Die Sanierung soll acht Jahre dauern und im Sommer beginnen. Bundespräsident Steinmeier soll dann in einen Büroneubau nahe des Berliner Hauptbahnhofs umziehen. In diesem Ausweichquartier soll auch der nächste Bundespräsident residieren, bis die Sanierung von Schloss Bellevue abgeschlossen ist.

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DTS Nachrichtenagentur
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Autor dieses Artikel ist unser Partner, die dts Nachrichtenagentur.

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