Karlsruhe/Hessen – Die Bundesanwaltschaft hat am Mittwoch (30. September) einen mutmaßlichen früheren Kämpfer der Terrororganisation „Islamischer Staat“ (IS) festnehmen lassen. Der Zugriff erfolgte im Landkreis Waldeck-Frankenberg in Hessen durch Beamte des Bundeskriminalamts.
Bei dem Festgenommenen handelt es sich nach Angaben des Generalbundesanwalts um den in Kuwait geborenen Nuri A. Grundlage für die Festnahme war ein Haftbefehl des Ermittlungsrichters des Bundesgerichtshofs vom 14. September 2026.
Mann soll sich 2016 dem IS angeschlossen haben
Dem Beschuldigten wird vorgeworfen, sich als Mitglied einer terroristischen Vereinigung im Ausland betätigt zu haben.
Nach den im Haftbefehl erhobenen Vorwürfen soll sich Nuri A. spätestens im Januar 2016 im Irak dem „Islamischen Staat“ angeschlossen haben. Bis zum Frühjahr 2017 soll er als Kämpfer in verschiedenen Einheiten der Terrororganisation eingesetzt worden sein.
Vorführung beim Bundesgerichtshof
Der Beschuldigte soll noch am Mittwoch dem Ermittlungsrichter des Bundesgerichtshofs vorgeführt werden. Dort wird ihm der Haftbefehl eröffnet. Der Ermittlungsrichter entscheidet anschließend über den Vollzug der Untersuchungshaft.
Die weiteren Ermittlungen führt die Bundesanwaltschaft.
Bei den genannten Vorwürfen handelt es sich um den aktuellen Stand der Ermittlungen. Für den Beschuldigten gilt bis zu einer rechtskräftigen Verurteilung die Unschuldsvermutung.

