Waidhaus – Bei Grenzkontrollen auf der A6 nahe Waidhaus hat die Bundespolizeiinspektion Waidhaus insgesamt neun Personen die Einreise nach Deutschland verwehrt. Diese wurden entweder nach Tschechien oder in ihre Heimatländer zurückgeschickt. Gegen einige der Betroffenen wurden Strafverfahren wegen versuchter unerlaubter Einreise eingeleitet.
Kontrolle von Reisenden führt zur Zurückweisung
Am Freitagmorgen fiel den Beamten ein 25-jähriger Ukrainer in einem Fernreisebus auf der Route Krakau-Den Haag ins Auge. Dieser konnte nur einen ukrainischen Reisepass und ein nicht berechtigendes slowakisches Dokument vorweisen. Aufgrund des fehlenden Visums oder Aufenthaltstitels wurde er nach Tschechien zurückgewiesen.
Ebenfalls betroffen war ein 41-jähriger Moldauer, der in einem Fernreisebus von Prag nach Paris überprüft wurde. Eine Abfrage im europäischen Fahndungsregister ergab, dass er von tschechischen Behörden zur Ausreise genötigt wurde und er die Aufenthaltsdauer im Schengenraum um 90 Tage überschritten hatte. Auch er wurde nach Tschechien zurückgeschickt.
Eingeklebte Visa und ungültige Dokumente
Am Freitagmittag stieß die Polizei auf einen 24-jährigen Türken in einem Fernreisebus von Prag nach Lyon. Sein polnisches Visum war abgelaufen, weshalb er nach Tschechien zurückgewiesen wurde. Gegen ihn wird wegen versuchter unerlaubter Einreise ermittelt.
In der Nacht auf Samstag wurde ein 34-jähriger Usbeke auf der Route Prag-Mailand kontrolliert. Er führte eine ungültige kroatische Aufenthaltserlaubnis und eine abgelaufene litauische Aufenthaltserlaubnis mit sich. Auch er durfte nicht einreisen und wurde nach Tschechien zurückgeschickt.
Verdacht auf Computerbetrug
Ein 50-jähriger Ukrainer wurde am frühen Samstagmorgen in einem Fernreisebus kontrolliert. Sein abgelaufener deutscher Aufenthaltstitel und fehlende weitere Dokumente führten zur Rückweisung. Zudem fanden die Beamten fünf Aufenthaltsermittlungen wegen Verdachts auf Computerbetrug, einschließlich einer Ausschreibung der Staatsanwaltschaft Leipzig. Der Mann wurde nach Tschechien zurückgeschickt und die Behörden wurden informiert.

