Die Bundeswehr reagiert auf das steigende Interesse junger Menschen am Wehrdienst und baut ihre Ausbildungsstrukturen gezielt aus. Besonders Süddeutschland rückt dabei stärker in den Fokus, auch der Standort Untermeitingen profitiert von dieser Entwicklung.
Die Bereitschaft, einen Beitrag zur Landes- und Bündnisverteidigung zu leisten, nimmt bei jungen Menschen spürbar zu. Entsprechend steigen auch die Bewerberzahlen für den Freiwilligen Wehrdienst.
Ein Grund dafür ist unter anderem die neue Fragebogenaktion für alle ab dem Jahr 2008 Geborenen, die das Interesse zusätzlich verstärkt hat. Die Bundeswehr reagiert darauf mit einer Ausweitung ihrer Ausbildungsangebote und setzt verstärkt auf regionale Strukturen.
Luftwaffe baut Ausbildungsorganisation um
Im Zuge der geplanten Erweiterung des Wehrdienstes strukturiert die Luftwaffe ihre Grundausbildung neu. Künftig soll ein zweites Ausbildungsbataillon entstehen, das mehrere Standorte in Süddeutschland bündelt. Bis spätestens 2030 sollen diesem Verband insgesamt sieben Ausbildungskompanien unterstellt werden, die an verschiedenen Luftwaffenstandorten angesiedelt sind.
Untermeitingen wird wichtiger Ausbildungsstandort
Auch das Lechfeld spielt in den Planungen eine zentrale Rolle. In der Lechfeldkaserne in Untermeitingen sind zwei neue Ausbildungskompanien vorgesehen. Bereits zum 1. Oktober 2026 soll die erste Einheit – die 13. Kompanie – ihren Dienst aufnehmen. Die notwendigen infrastrukturellen Maßnahmen laufen derzeit auf Hochtouren. Eine zweite Kompanie soll bis 2030 folgen.
Klare Strukturen und feste Kapazitäten
Jede Ausbildungskompanie ist für rund 144 Wehrdienstleistende ausgelegt. Unterstützt werden diese von etwa 50 Soldatinnen und Soldaten im Stammpersonal. Damit entstehen am Standort zusätzliche Kapazitäten für die Ausbildung des militärischen Nachwuchses.
Austausch mit Kommunen geplant
Um die Entwicklungen vor Ort transparent zu begleiten, plant die Bundeswehr einen engen Austausch mit den umliegenden Gemeinden. Die Bürgermeister der Region werden zeitnah zu einem „Runden Tisch“ eingeladen, bei dem aktuelle Informationen vorgestellt werden. Auch die Presse soll in diesen Dialog eingebunden werden.




