Neuburg an der Donau – Ein tragischer Unfall erschüttert Neuburg: Ein Reisebus eines Busunternehmens aus Klingsmoos krachte am späten Samstagabend (09.02.2025) mit voller Wucht gegen eine Mauer. Der aus Neuburg stammende 60-jährige Busfahrer blieb bewusstlos in seinem Sitz zurück und konnte trotz sofortiger Wiederbelebungsmaßnahmen nicht gerettet werden. Ein medizinischer Notfall dürfte das Unglück ausgelöst haben.
Dramatische Minuten nach dem Notruf
Um 22:48 Uhr lösten die Piepser der Rettungskräfte aus, die Polizei wurde alarmiert. „Verkehrsunfall mit Reisebus, unklare Lage“ – so lautete die Alarmierung für die Feuerwehr Neuburg, Rettungsdienst und Polizei. Ehrenamtliche Retter eilten aus ihren Betten zu den Einsatzfahrzeugen, wenige Augenblicke später rasten sie durch die Stadt.
An der Kreuzung Ingolstädter Straße / Monheimer Straße bot sich ihnen ein erschütterndes Bild: Der Bus war über die Kreuzung geschossen, hatte eine Ampel gerammt und war erst in einer Gartenmauer zum Stehen gekommen. Doch von den Passagieren fehlte jede Spur – im Fahrerhaus lag der Busfahrer reglos auf seinem Sitz.
Ersthelfer kämpfen um das Leben des Fahrers
Mutige Ersthelfer aus einer nahegelegenen Wirtschaft reagierten sofort und begannen mit Wiederbelebungsmaßnahmen direkt im engen Führerhaus. „Diese Zivilcourage ist keine Selbstverständlichkeit mehr“, betont Polizeihauptkommissar Thomas Kult von der Polizeiinspektion Neuburg an der Donau.
Während Feuerwehr und Rettungsdienst die Lage sondierten, keimte zunächst Hoffnung auf: Der Reisebus war zum Zeitpunkt des Unfalls leer! Die letzten Fahrgäste waren kurz zuvor an der Schlösselwiese ausgestiegen – sie kamen von einem Skiausflug nachhause.
Doch für den Fahrer kam jede Hilfe zu spät: „Der Mann wurde ins Klinikum nach Ingolstadt transportiert, dort ist er jedoch verstorben“, erklärt Kult. Ermittlungen deuten darauf hin, dass ein medizinischer Notfall den Unfall verursacht haben könnte.
Gefahr durch Stromleitungen erschwert den Einsatz
Neben der zerstörten Ampel hatte der Bus einen Stromverteilerkasten getroffen. „Dadurch bestand die Gefahr eines Stromschlags“, erklärt Markus Rieß, Kommandant der Freiwilligen Feuerwehr Neuburg. Um die Unfallstelle zu sichern, leuchteten die Einsatzkräfte das Gebiet großflächig aus und bereiteten die Bergung des Busses vor. „Es ist mit Sicherheit nicht einfach, den Reisebus jetzt von dieser Gartenmauer zu lösen“, ergänzt Kult.
Während der aufwendigen Rettungs- und Bergungsarbeiten blieb die Kreuzung für mehrere Stunden gesperrt. Doch mit dem Ende des Einsatzes war die Arbeit der Retter nicht vorbei. „Solche Ereignisse belasten Einsatzkräfte enorm. Deshalb gibt es Nachsorgeangebote, um die Geschehnisse gemeinsam aufzuarbeiten“, erklärt Feuerwehrkommandant Rieß.
Die Polizei hat die Ermittlungen aufgenommen, um den genauen Unfallhergang zu klären.
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