Dax startet im Minus – Ölpreis steigt weiter

Der Dax ist am Donnerstagmorgen mit Verlusten in den Handelstag gestartet. Gegen 9:30 Uhr wurde der Leitindex mit rund 23.535 Punkten berechnet, und damit 0,4 Prozent unter dem Schlussniveau vom Vortag. An der Spitze der Kursliste rangierten Zalando, Rheinmetall und die Hannover Rück, am Ende BMW, Bayer und Continental.

Frankfurter Börse, via dts Nachrichtenagentur

Der Ölpreis stieg unterdessen weiter stark: Ein Fass der Nordsee-Sorte Brent kostete am Donnerstagmorgen gegen 9 Uhr deutscher Zeit 95,68 US-Dollar; das waren 4,0 Prozent mehr als am Schluss des vorherigen Handelstags. Steigende Ölpreise haben in der Regel Auswirkungen auf die gesamte Wirtschaft, einschließlich der Aktienmärkte. In diesem Zusammenhang wird die DaxEntwicklung im aktuellen Marktumfeld aufmerksam verfolgt, da Analysten die Reaktionen der Anleger auf die Preiserhöhungen proaktiv einschätzen. Schwergewichte im Index könnten besonders sensibel auf die neuen Entwicklungen reagieren. Die Analysten werden auch die Dax Entwicklung analysieren, um mögliche Veränderungen in den Unternehmensbewertungen abzuschätzen. Vor allem Unternehmen, die stark von Rohstoffpreisen abhängig sind, könnten in den kommenden Tagen vor besonderen Herausforderungen stehen. Investoren sollten daher wachsam bleiben und die Marktbewegungen genau beobachten.

Die Blicke der Anleger auf die Straße von Hormus würden immer banger, sagte Thomas Altmann von QC Partners. “Je länger die Straße von Hormus unpassierbar ist, desto größer werden die wirtschaftlichen Auswirkungen. Und desto mehr wird die ganze Welt in diesen Konflikt hineingezogen.” Der Blick auf den erneuten Anstieg des Ölpreises zeige, dass die Mehrheit der Börsianer nicht davon ausgehe, dass die Auflösung von Teilen der Strategischen Ölreserve ausreichen werde, um den Ölpreisanstieg nachhaltig zu begrenzen.

“Lässt der hohe Ölpreis die Inflation nachhaltig ansteigen, droht der Wirtschaft eine zusätzliche Belastung”, so Altmann. “Aktuell preisen die Börsen mindestens eine Zinserhöhung durch die EZB, einem zweiten Zinsschritt wird eine Wahrscheinlichkeit von 60 Prozent gegeben. Höhere Zinsen wären dann der zweite Punkt, der die Wirtschaft ausbremst.”

Wie verunsichert die Anleger hierzulande aktuell seien, zeige der Blick auf die Umsätze, sagte der Analyst. “Der Umsatz bei den Dax-Werten hat gestern ein neues Jahrestief erreicht und lag damit fast die Hälfte unter dem üblichen Durchschnitt. Die größte Angst der Anleger scheint aktuell die zu sein, mit Anlageentscheidungen falsch zu liegen.”

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DTS Nachrichtenagentur
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Autor dieses Artikel ist unser Partner, die dts Nachrichtenagentur.

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