In der Debatte um die Elternschaft von Unionsfraktionschef Jens Spahn und seinem Mann mithilfe einer Leihmutter in den USA warnt die CDU-Bundestagsabgeordnete Elisabeth Winkelmeier-Becker vor Missbrauch und Ausbeutung von Frauen.
“Nicht alles, was medizinisch machbar ist, ist auch ethisch akzeptabel”, sagte die Christdemokratin dem “Redaktionsnetzwerk Deutschland”. Menschliches Leben dürfe nicht zur Ware gemacht werden, eine Frau dürfe nicht auf ihre biologische Funktion reduziert werden. Das widerspreche der Menschenwürde und öffne den Weg für Missbrauch und Ausbeutung. Die CDU sei deshalb gegen jede Form von Leihmutterschaft, sagte Winkelmeier-Becker und bekräftigte, dass die Partei klar auf dieser Linie bleiben werde.
Ferner sagte sie, Reproduktionsmedizin sei ein wachsender Markt in Deutschland, der auf neue lukrative Geschäftsmodelle ohne ethische Limits in Deutschland hoffe. “Es wird schwerer, bleibt aber aus meiner Sicht umso notwendiger, dagegen zu halten.” Ohne namentlich auf Spahn einzugehen, erklärte sie: “Wenn ein Kind auf diesem Weg geboren wird, ist es natürlich genauso willkommen wie jedes andere Kind.”

