In einem verrückten ersten Spiel des Jahres 2026 setzten sich die Augsburger Panther mit 7:6 gegen die Schwenninger Wild Wings durch. Es war der erste Sieg mit den vollen drei Punkten seit Ende November für den AEV.
In einem erinnerungswürdigen ersten Spiel des neuen Jahres bekamen es die Augsburger Panther mit den Wild Wings aus Schwenningen zu tun. Mit DJ Busdeker fehlte ihnen dabei einer der wichtigsten Angreifer verletzungsbedingt. Dass es auch ohne den 29-Punkte-Mann gehen kann, stellten seine Kollegen schon bald klar.
Effiziente Panther
Mit einem Dreifachschlag zwischen der fünften und siebten Minute zogen die Panther früh davon. Die Treffer von Louis und Grenier waren noch nicht gefeiert, als ohrenbetäubender Jubel durch das Curt-Frenzel-Stadion hallte. Die spielende Vereinslegende TJ Trevelyan hatte seinen Gegenspieler abgeschüttelt und die Scheibe elegant zum 3:0 eingeschoben. Nachdem Schemitsch nur vier Minuten später der vierte Streich gelungen war, hatte der sonst so starke SERC-Schlussmann Eriksson bereits Feierabend (11.). Bitzer übernahm zwischen den Pfosten der Schwäne. Die Hausherren hatten für das 4:0 nur acht Schüsse auf das Tor benötigt; so effizient hatte man die Augsburger lange nicht gesehen.
Augsburg von allen guten Geistern verlassen
Davon war nach dem ersten Seitenwechsel zunächst nichts mehr zu sehen. Die Panther schienen von den guten Geistern der ersten zwanzig Minuten komplett verlassen worden zu sein. Nach vorne ging eigentlich nichts mehr; magere fünf (!) Torschüsse in den zweiten zwanzig Minuten waren einfach viel zu wenig. Weil man sich in der eigenen Zone zudem einige Tiefschlafphasen gönnte, geschah Unglaubliches. Nach einem absolut unverständlichen Auftritt und Gegentreffern von Szwarz, Trivellato, Karachun, Spink und Scheel vertändelte man innerhalb kürzester Zeit einen komfortablen Vorsprung. Mit viel Glück und einem Tor von Blank ging es zumindest mit einem 5:5-Unentschieden wieder in die Kabinen.
Aufgewacht und gewonnen
Zu Beginn des Schlussdrittels ersetzte AEV-Coach Peters den schwachen Garteig durch Jones – ein Zeichen, das seine Wirkung nicht verfehlen sollte. Vor dem frischen Torhüter zeigte man sich in der Defensive wieder deutlich wacher; die Drangphase des SERC war durchbrochen. Die wiedergewonnene Stabilität sollte Früchte tragen. Weil Louis und Blank innerhalb von 47 Sekunden ihre jeweiligen zweiten Treffer des Abends erzielen konnten, zog Augsburg zehn Minuten vor dem Ende wieder ein Stück davon. Weil Hungerecker 30 Sekunden vor der Schlusssirene noch der Anschluss gelang, musste man sich aber ins Ziel zittern.
Dank des ersten Dreiers seit dem 30. November (4:1 in Iserlohn) konnte man punktetechnisch zu den Schwarzwäldern auf dem letzten Pre-Playoff-Rang aufschließen. Zähler, die Mut für die anstehende Aufgabe am Sonntag in Berlin machen sollten.


