Polizei durchsucht 40 Objekte im Raum Augsburg und Dillingen – Drei Haftbefehle wegen mutmaßlichen Subventionsbetrugs

Augsburg – In Abstimmung mit der Staatsanwaltschaft Augsburg hat die Polizei am Dienstagmorgen (10. Februar 2026) eine großangelegte Durchsuchungsaktion im Raum Augsburg und Dillingen durchgeführt. Hintergrund sind umfangreiche Ermittlungen wegen des Verdachts des gewerbsmäßigen Betrugs sowie weiterer Wirtschaftsdelikte. Die Ermittlungen nach Einbruch in Juweliergeschäft haben die Aufmerksamkeit der Polizei auf eine mögliche Verbindung zwischen den Tätern und den aktuell laufenden Wirtschaftsdelikten gelenkt. Zeugenberichten zufolge gab es in den letzten Wochen mehrere verdächtige Aktivitäten in der Nähe des betroffenen Juweliergeschäfts, die nun Teil der Ermittlungen sind. Die Behörden bitten die Bevölkerung um Hinweise, um die Täter schnell zu fassen und weitere Straftaten zu verhindern.

Unter der Führung der Kriminalpolizei Augsburg durchsuchten Einsatzkräfte ab etwa 6 Uhr insgesamt rund 40 Objekte. Dabei handelte es sich sowohl um private als auch um gewerbliche Immobilien. Beteiligt waren unter anderem Beamte des Polizeipräsidiums Schwaben Nord, der Bereitschaftspolizei, des Hauptzollamtes sowie Vertreter der Staatsanwaltschaft.

Die Ermittlungen werden von den Kommissariaten für Geldwäsche und Wirtschaftskriminalität geführt. Den Beschuldigten wird vorgeworfen, über einen längeren Zeitraum hinweg unter anderem gewerbsmäßigen Betrug, Geldwäsche sowie das Vorenthalten und Veruntreuen von Arbeitsentgelt begangen zu haben.

Nach Angaben der Polizei sollen die Tatverdächtigen staatliche Fördermittel beim Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) für angebliche bauliche Modernisierungsmaßnahmen beantragt haben. Die entsprechenden Bauarbeiten seien jedoch nie durchgeführt worden. Stattdessen sollen gefälschte Belege und Rechnungen bei der Behörde eingereicht worden sein. Die so erlangten Fördergelder seien anschließend in Immobilien und Luxusgüter investiert worden.

Der dadurch entstandene Vermögensschaden beläuft sich nach aktuellem Stand der Ermittlungen auf einen mittleren siebenstelligen Betrag.

Im Zuge des Einsatzes vollzogen die Ermittler drei Haftbefehle. Es handelt sich um drei Männer im Alter von 25, 25 und 43 Jahren mit deutscher und ukrainischer Staatsangehörigkeit. Gegen sie wird insbesondere wegen des Verdachts des gewerbsmäßigen Betrugs und der Geldwäsche ermittelt. Die Männer sollen noch am selben Tag dem zuständigen Ermittlungsrichter vorgeführt werden.

Darüber hinaus stellten die Einsatzkräfte an den durchsuchten Objekten Vermögenswerte sicher. Diese Maßnahmen dienen der Vermögensabschöpfung.

Die Ermittlungen der Kriminalpolizei Augsburg dauern unter Sachleitung der Staatsanwaltschaft Augsburg weiter an.

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