Mit einem eindringlichen Appell wendet sich der Augsburger Bischof Dr. Bertram Meier in einem Hirtenwort an die Gläubigen seines Bistums: Anlässlich der Amtseinführung von Papst Leo XIV. ruft er zur Offenheit gegenüber dem neuen Oberhaupt der katholischen Kirche auf.
„Lassen wir uns auf unseren neuen Papst ein und gehen wir bereitwillig den Weg mit, den er einschlägt“, heißt es in der Botschaft, die an diesem Wochenende in allen Gottesdiensten im Bistum Augsburg verlesen wird.
Begegnung mit dem neuen Papst: Zuhörer, Ausgleicher, Brückenbauer
Bischof Bertram Meier schildert in seinem Schreiben auch persönliche Eindrücke vom neuen Pontifex. Leo XIV. sei ihm als jemand begegnet, der mit großer Aufmerksamkeit zuhören könne, gleichzeitig aber auch die nötige Klarheit in der Positionierung besitze. Besonders hebt der Bischof das Bemühen des neuen Papstes um Ausgleich hervor. „Er ist ein wahrer Pontifex, ein Brückenbauer“, so Meier, der damit die lateinische Wurzel des Papsttitels („pontifex“ = Brückenbauer) in den Vordergrund rückt.
Friedensgruß als Programm: „Der Herr ist unser Friede“
Erinnerung findet in dem Hirtenwort auch der erste öffentliche Auftritt von Papst Leo XIV. nach seiner Wahl: „Der Friede sei mit Euch!“, hatte er von der Benediktionsloggia des Petersdoms ausgerufen. Für Bischof Meier ist dies mehr als ein höflicher Willkommensgruß – es sei eine klare programmatische Ausrichtung des neuen Pontifikats: Der Dienst für Einheit und Frieden müsse sich auf Christus, den Auferstandenen, gründen. „Denn der Herr ist unser Friede“, zitiert Meier.
Gebet als geistlicher Rückhalt für den neuen Papst
Zum Abschluss seines Hirtenworts ruft der Bischof die Gläubigen dazu auf, Papst Leo XIV. über die liturgische Nennung im Hochgebet der Messe hinaus regelmäßig in ihr persönliches Gebet einzuschließen. „Unser Heiliger Vater braucht den Rückenwind des Gebetes“, mahnt Bischof Bertram.
Mit seinen Worten möchte der Augsburger Oberhirte nicht nur die Treue zum Papst bekräftigen, sondern auch die Verbundenheit der Gläubigen mit dem neuen Nachfolger Petri stärken – geistlich, vertrauensvoll und im Zeichen des Friedens.


