Die Ratiopharm Ulm mussten am Osterwochenende den nächsten Dämpfer hinnehmen. Auswärts bei den Basketball Löwen Braunschweig setzte es in einer intensiven und lange offenen Partie eine 67:77-Niederlage – die zweite Auswärtsschlappe in Serie.
Die Begegnung entwickelte sich von Beginn an zu einem ausgeglichenen Duell. Ulm startete konzentriert und hatte im ersten Viertel zunächst die Kontrolle. Doch die Gastgeber fanden zunehmend besser ins Spiel und übernahmen zwischenzeitlich die Führung.
Bis zur Halbzeit blieb die Partie hart umkämpft. Immer wieder wechselte die Führung, ehe sich die Ulmer mit einer knappen 40:38-Führung in die Kabine retten konnten.
Rebounding als entscheidender Faktor
Auch nach dem Seitenwechsel blieb das Spiel offen. Ulm verteidigte die Führung, konnte sich aber nicht entscheidend absetzen. Braunschweig hielt konsequent dagegen und glich kurz vor Ende des dritten Viertels wieder aus.
Im Schlussabschnitt kippte die Partie dann endgültig. Die Hausherren nutzten ihre Chancen effizienter und setzten sich zunehmend ab. Vor allem beim Rebounding zeigte sich ein klarer Unterschied: Während Ulm 25 Defensivrebounds sammelte, sicherte sich Braunschweig starke 37 – ein entscheidender Vorteil in der Schlussphase.
„Wieder einmal haben wir auswärts keine gute Leistung gezeigt. Es war ein körperbetontes Spiel und wir haben unseren Gegner zu oft an die Linie geschickt. Das Freiwurfverhältnis lag bei 31 zu 16. Und auf der anderen Seite des Spielfelds müssen wir uns anschauen, was wir in der Offensive besser machen können, um eine bessere Leistung zu zeigen“, betonte Head Coach Ty Harrelson nach Spielende.
Entscheidung im letzten Viertel
Im vierten Abschnitt fanden die Ulmer offensiv kaum noch Lösungen. Braunschweig zog davon und baute die Führung zwischenzeitlich auf über zehn Punkte aus. Zwar stemmte sich Ulm gegen die Niederlage, konnte den Rückstand aber nicht mehr entscheidend verkürzen.
Am Ende stand eine verdiente 67:77-Niederlage auf der Anzeigetafel, nachdem die Gastgeber ihre Chancen konsequenter nutzten und in den entscheidenden Momenten die bessere Präsenz zeigten.
Trotz der Niederlage gab es auf Ulmer Seite auch Lichtblicke. Chris Ledlum war mit 16 Punkten Topscorer, während Joel Soriano (11) und Chris Sengfelder (10) ebenfalls zweistellig punkteten.
Doch die individuelle Ausbeute reichte nicht aus, um die mannschaftlichen Defizite, insbesondere in der Defensive und beim Rebounding zu kompensieren.





