„Elferkiller“ Dahmen bringt den FC Augsburg ins Viertelfinale – FCA schlägt Karlsruhe nach Elfmeterschießen

Der FC Augsburg zittert sich ins Viertelfinale des DFB-Pokals. Beim Karlsruher SC war man gedanklich schon fast ausgeschieden, rettete sich aber mit einem Treffer in das Nachspielzeit in das Elfmeterschießen. Dahmen, der schon einen Versuch während der regulären Spielzeit pariert hatte, konnte die Runde der letzten Acht für die Schwaben festhalten.

Sechs Jahre lang war der FC Augsburg nicht im Viertelfinale des DFB-Pokals gestanden, in Karlsruhe sollte endlich der Sprung unter die letzten Acht gelingen.

Der ambitionierte Zweitligist machte es dem klassenhöheren Team in der ersten Halbzeit sehr schwer. Augsburg konnte sich zwar erwartungsgemäß mehr Spielanteile sichern, wirklich zwingend war man gegen den engagierte und zweikampfstarken KSC aber über weite Strecken nicht. Die Badener waren es dann auch, die sich die ersten guten Gelegenheiten erarbeiten.

Augsburg bestraft KSC für vergebenen Elfmeter

Dahmen hatte einen Flachschuss von Herold parieren können, Matsima traf beim Versuch zu klären Schleusener elfmeterreif. Wanitzka ließ die Gelegenheit im Duell mit dem an diesem Abend im FCA-Tor stehenden Dahmen fahrlässig liegen (37.). Die Situation sollte sich rächen. Nahezu im Gegenzug bediente Koudossou mit einer mustergültigen Flanke Essende, der per Kopf die Pausenführung für die Schwaben erzielte.

Halbzeit 2 beginnt mit dem Ausgleich

Gut zehn Minuten nach dem Seitenwechsel wurden die Uhren aber bereits wieder auf Null gestellt. Augsburg konnte zu Beginn keine Kontrolle über das Spiel herstellen, dies bestraften die Hausherren. Ein mehrfach von Augsburger Spielern abgefälschter Ball landet im Strafraum bei Schleusener, der sich die Chance zum 1:1 nicht nehmen ließ. Unverdient war das Ganze zu diesem Zeitpunkt nicht.

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Beherzte Karlsruher erzwingen die Verlängerung

Angestachelt von einer lautstarken Kulisse im Wildparkstadion traute sich Karlsruhe immer mehr zu und war mindestens auf Augenhöhe mit dem Bundesligisten. Der FCA zeigte sein schwaches Auswärtsgesicht. Mit dem Tempo und der intensiven Zweikampfführung der Gastgeber hatten die Fuggerstädter ihre Probleme. Phasenweise setzte der beherzte Zweitligafünfte Augsburg mächtig unter Druck, verkaufte sich stark. Wieder einmal war das Angebot des FC Augsburg auch an diesem Abend zu wenig gewesen. Weil keines der beiden Teams mehr aber wirklich zwingende Gelegenheiten herausarbeiten konnte, musste der Pokalfight in die Verlängerung.

Last-Minute-Ausgleich durch Vargas

Keines der beiden Teams versuchte nun die Entscheidung zu erzwingen, weiterhin hieß die Devise „Saftey first“. Wenn ein Augsburger vor dem KSC-Tor in der Zusatzschicht für Gefahr sorgen konnte, war es das eingewechselte Eigengewächs Kömür per Distanzschuss (102.). Richtig aussichtsreich war aber auch dieser Versuch nicht gewesen. Das Risiko in einen Konter zu laufen wollten beide Teams ausschließen und doch sorgte ein kapitaler Fehler für die Karlsruher Führung. Maier ließ sich nach einem riskanten Zuspiel von Matsima kurz vor dem Strafraum den Ball von Wanitzek abknöpfen. Zivzivadze umspielte Dahmen, nach dem anschließenden Pass hatte KSC-Kapitän Wanitzek leichtes Spiel. Das Ganze ist aber erst vorbei, wenn der Schiedsrichter pfeift. In der Nachspielzeit der Verlängerung konnte Vargas auf den letzten Drücker doch noch den Ausgleich erzielen. Der Viertelfinalist musste im Elfmeterschießen ermittelt werden.

Weil Augsburg alle Versuche versenken und Elferkiller Dahmen den Versuch von Heußer parieren konnte, überwintert der FCA trotz einer über weite Strecken eher schwachen Partie doch noch im Pokalwettbewerb.

Karlsruher SC: Weiß – Jung, Franke, Beifus, Herold – Burnic (105. +1 Heußer), Jensen (118. Egloff), Rapp (77. Conte), Wanitzek – Zivzivadze (118. Günther), Schleusener (105. +1 Hunzinker)

FC Augsburg: Dahmen – Matsima, Gouweleeuw,  Schlotterbeck – Wolf (98.Bauer), Jakic (59. Rexhbecaj) , Koudossou, Onyeka (82 Kömür), Claude-Maurice (66. Vargas) – Essende (66 Maier), Tietz

Tore: 0:1 Essende (40.), 1:1 Schleusener (66.), 2:1 Wanitzek (111.), 2:2 Vargas (120. +3), 2:3 Bauer (Elfmeterschießen)

Besondere Vorkommnisse: Dahmen (Augsburg) hält Strafstoß von Wanitzek (37.)

Gelbe Karten: Zivzivadze, Jensen  | Schlotterbeck, Maier, Tietz, Rexhbecaj

Schiedsrichter: Tobias Stieler (Hamburg)

Zuschauer:

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Dominik Mesch
Dominik Mesch
Dominik Mesch ist freier Redakteur und Mitglied der Presse Augsburg-Redaktion.

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