Falsche Polizisten stehlen Schmuck in Nürnberger Seniorenhaushalt: Zeugen gesucht

Alfred Ingerl
2 Minuten Lesezeit

Am Samstagnachmittag (13.06.2026) ereignete sich ein dreister Diebstahl im Nürnberger Norden: Ein Pärchen gab sich als Polizisten aus und entwendete dabei eine Kommode mit wertvollem Schmuck. Die Polizei sucht nun nach Zeugen, die Hinweise zu den Tätern geben können.

Falsche Polizisten entwenden Schmuckkommode

Gegen 13:30 Uhr erhielt die Polizei einen Anruf einer Seniorin, die berichtete, dass sie von einem Pärchen bestohlen wurde. Die Betrüger hatten die Seniorin zuvor telefonisch kontaktiert und sich als Polizeibeamte ausgegeben. Sie kündigten an, eine zivile Streifenbesatzung würde bald zum „Schutz vor einem Überfall“ bei ihr vorbeikommen. Auf diese Weise erhielt das Paar die Wohnadresse der Frau.

Täterbeschreibung und Fahndung

Gegen 12:45 Uhr erschienen ein jüngerer Mann und eine Frau an der Wohnungstür in der Heroldstraße und gaben sich als Polizeibeamte aus. Sie trugen eine Kommode, gefüllt mit Schmuck im Wert von mehreren tausend Euro, von der Wohnung auf die Straße, angeblich um diese zu fotografieren. Als die Seniorin kurze Zeit später nachsah, waren die beiden Unbekannten samt Kommode verschwunden.

Polizei warnt vor Betrugsmasche

Trotz sofort eingeleiteter Fahndungsmaßnahmen konnten die Täter nicht gefasst werden. Das Pärchen bestand aus einer etwa 30-jährigen Frau und einem etwa 20-jährigen Mann, der ein weißes T-Shirt mit schwarzen Streifen trug. Die Polizei hat die Ermittlungen aufgenommen und bittet Zeugen, sich unter der Telefonnummer 0911 2112-3333 zu melden.

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Die Kriminalpolizei warnt in diesem Zusammenhang erneut vor dieser Betrugsmasche. Bürger werden aufgefordert, folgende Warnhinweise zu beachten: Lassen Sie sich am Telefon nicht unter Druck setzen und legen Sie sofort auf, wenn Sie misstrauisch werden. Die Polizei fordert niemals telefonisch die Herausgabe von Bargeld oder Wertgegenständen. Informieren Sie ältere Angehörige und Nachbarn über diese Art von Trickbetrug und melden Sie verdächtige Anrufe umgehend der Polizei.

Erstellt durch: Michael Petzold

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Alfred Ingerl ist freier Redakteur aus dem Bereich Blaulicht für Augsburg, Bayerisch-Schwaben und Bayern.