Im ersten Spiel des neuen Kalenderjahres bekam es der FC Augsburg mit dem VfB Stuttgart zu tun. Der FCA zeigte gegen den aktuellen Vizemeister eine bemühte Partie, musste sich aber schlussendlich doch mit 0:1 geschlagen geben.
22 Tage nach der katastrophalen Pleite in Kiel beendete der FC Augsburg die Winterpause mit einem Schwabenderby gegen den VfB Stuttgart. Drei Spiele in Folge waren die Fuggerstädter ohne Sieg geblieben, dass sich dies ausgerechnet gegen den Vizemeister der Vorsaison ändern wird, schien schon vor der Partie eher unwahrscheinlich.
VfB Stuttgart mit starkem Beginn
Angetrieben von rund siebentausend Schlachtenbummlern drückte der VfB schon früh auf das von Dahmen statt Labrovic gehütete Augsburger Tor. Die beste von mehreren guten Stuttgarter Torchancen in der Anfangsphase hatte ausgerechnet Demirovic. Der letztjährige FCA-Captain köpfte aus kurzer Distanz wenige Zentimeter am Pfosten vorbei (20.). Zu diesem Zeitpunkt waren Augsburger Chancen noch so selten wie Gold am Wertachstrand. Dies sollte sich aber schon bald ändern.

FC Augsburg kommt besser ins Spiel
Zunächst musste allerdings der für den verletzten Schlotterbeck (Oberschenkel) eingesetzte Bauer nach einer guten halben Stunde angeschlagen vom Feld. Mit Noahkai Banks stand nur noch ein 18-Jähriger für die Innenverteidigerposition zur Verfügung. Es war das Bundesligadebüt des U20-Nationalspielers der USA. Die Verletzungspause schien dem FC Augsburg gutgetan zu haben, plötzlich meldete man sich auch vor dem Tor Nübel an. Der Nationalkeeper hatte bei Versuchen von Gouweleeuw und Gumny für seine Kollegen klären müssen. Die Bayerischen Schwaben waren nun deutlich besser im Spiel, es sollte dennoch ohne einen Treffer in die Pause gehen.

Joker Undav bringt Stuttgart in Führung
Nach dem Seitenwechsel hielten die Fuggerstädter weiter gut dagegen, bis Stuttgarts Trainer Hoeneß seinem Team neue Offensivpower einwechselte. Der zuletzt verletzte Nationalspieler Deniz Undav war kaum vier Minuten in der Partie, ehe er eine 1:1-Situation gegen Dahmen zur Führung für den VfB nutzen konnte (65.).
“Am Ende stehen wir ohne Tor und ohne Punkte da” | Stimmen zur FCA-Niederlage gegen Stuttgart
Bemühte Augsburger müssen sich geschlagen geben
Noch blieb eine knappe halbe Stunde, um den Rückstand zumindest wieder in ein Remis zu verwandeln. Der FCA brachte für diese Mission drei frische Kräfte auf den neuen Rasen. Augsburg war bemüht, den Rückstand auszugleichen, gegen eng gestaffelte Stuttgarter Reihen konnte man sich aber kaum in wirklich aussichtsreiche Positionen bringen.
Am Ende sollte das Undav-Tor bereits die Entscheidung gewesen sein. Für den FC Augsburg geht es in dieser englischen Woche am Mittwoch bei Union Berlin weiter. Sind die Köppenicker ein Gegner auf Augenhöhe?
FC Augsburg: Dahmen – Matsima, Gouweleeuw, Bauer – Gumny (73. Koudossou), Jakic, Giannoulis, Onyeka (73. Maier), Rexhbecaj – Claude-Maurice (Jensen) Essende (73. Tietz)
VfB Stuttgart: Nübel – Vagnoman, Rouault, Chabot, Mittelstädt (76. Hendriks) – Karazor, Stiller, Millot (61. Undav), Führich (76. Leweling), Woltemade (87. Keitel)– Demirovic (61. Brunn Larsen)
Tore: 0:1 Undav (65.),
Gelbe Karten: Onyeka, Jakic, Gouweleeuw | Chabot
Schiedsrichter: Daniel Schlager (Berlin)
Zuschauer: 30.660 (Hügelsheim)
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