Freilassing: Polizei nimmt zahlreiche Gesuchte fest und vollstreckt elf Haftbefehle

Freilassing – Die Bundespolizeiinspektion Freilassing war am vergangenen Wochenende (6.-8. Februar) intensiv im Einsatz. Neben mehreren Verstößen gegen die Rechtsordnung wurden über 70 Fahndungstreffer festgestellt und 11 Haftbefehle vollstreckt.

Fahndungstreffer auf der Autobahn

In den frühen Morgenstunden des Freitags (6. Februar) führten Beamte der Bundespolizei an der A8 eine Kontrolle eines 48-jährigen Slowenen, Insasse eines Reisebusses, durch. Die Überprüfung seiner Personalien ergab zwei Fahndungsausschreibungen: Wegen Insolvenzverschleppung wurde er von der Staatsanwaltschaft Hof per Haftbefehl gesucht. Die geforderte Geldstrafe von 5250 Euro konnte er vor Ort bezahlen. Auch die Staatsanwaltschaft Bayreuth suchte ihn wegen eines Verstoßes gegen das Pflichtversicherungsgesetz. Nach Abschluss der Maßnahmen durfte er seine Reise fortsetzen.

Ein weiterer Fahndungstreffer gelang den Einsatzkräften einige Stunden später bei einem 32-jährigen Bulgaren, ebenfalls als Insasse eines Reisebusses auf der A8. Die Staatsanwaltschaft Frankfurt am Main suchte den Mann wegen Diebstahls zur Aufenthaltsermittlung. Zusätzlich bestand eine Ausschreibung zur Festnahme wegen Aberkennung des Freizügigkeitsrechts aufgrund früherer Straftaten wie Diebstahl, Drogenhandel und Erschleichung von Leistungen. Der Mann wurde nach Österreich zurückgewiesen.

Vielfältige Vergehen aufgedeckt

Am Samstagmorgen (7. Februar) überprüfte die Bundespolizei an der A8 einen 39-jährigen Slowenen. Sein slowenisches Ausweisdokument war manipuliert, und es wurde eine verbotene Substanz ohne Bescheinigung in seinem Gepäck gefunden. Er wird des Verstoßes gegen das Betäubungsmittelgesetz und der Urkundenfälschung verdächtigt. Ein Strafvollstreckungshaftbefehl der Staatsanwaltschaft Traunstein wegen Fahrens ohne Fahrerlaubnis lag ebenfalls vor. Der Mann wurde in eine Justizvollzugsanstalt überführt.

Am gleichen Tag kontrollierten die Beamten in einem Zug am Bahnhof Freilassing einen 40-jährigen Polen. Gegen ihn bestanden zwei Fahndungen: die Staatsanwaltschaft München I suchte ihn wegen Sachbeschädigung und die Staatsanwaltschaft Ellwangen wegen Betrugs. Da er die geforderte Geldstrafe von 1800 Euro nicht zahlen konnte, wurde er zu einer 60-tägigen Haft verurteilt.

Konsequenzen aus vergangenen Straftaten

Ein weiterer Fall betraf einen 36-jährigen Kosovaren, der in einem Reisebus an der A8 kontrolliert wurde. Er hatte einen vollstreckbaren Haftbefehl der Staatsanwaltschaft Offenburg wegen versuchter räuberischer Erpressung. Nach seiner Abschiebung 2017 muss er nun die Restfreiheitsstrafe von 592 Tagen verbüßen und wurde in eine Justizvollzugsanstalt eingewiesen.

Am Sonntag (8. Februar) fanden die Beamten bei einer grenzpolizeilichen Kontrolle im Bereich Neuötting fünf Ausschreibungen gegen einen 29-jährigen Moldauer vor. Unter anderem suchte die Staatsanwaltschaft Bochum ihn wegen Fahrens ohne Fahrerlaubnis und Kennzeichenmissbrauchs. Er konnte die geforderte Geldstrafe von 3720 Euro nicht entrichten und wurde ebenfalls in eine Justizvollzugsanstalt gebracht.

Alfred Ingerl
Alfred Ingerl
Alfred Ingerl ist freier Redakteur aus dem Bereich Blaulicht für Augsburg, Bayerisch-Schwaben und Bayern.

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