Der designierte Oberbürgermeister Dr. Florian Freund treibt die Vorbereitungen für seinen Amtsantritt mit Hochdruck voran. In einer Zwischenbilanz kündigt er strukturelle Weichenstellungen für die Stadtverwaltung, das Aus für den städtischen Podcast „Augsburg Direkt“ sowie den Erhalt des Kulturreferats an. Parallel laufen die Gespräche mit den Fraktionen und Einzelstadträten über eine stabile politische Startmehrheit.
Freund sagt: „Wir arbeiten mit Hochdruck daran, Augsburg so aufzustellen, dass der Start ins neue Rathaus-Kapitel Substanz hat und damit tragfähig wird.“
Strukturen vor Personalien
Nach Angaben Freunds befindet sich der Austausch mit allen Fraktionen inzwischen in der zweiten Runde. Ziel sei eine belastbare Mehrheit zum Start der neuen Amtszeit. „Wir kommen gut voran und sind sehr zuversichtlich, dass wir uns bis Ende April auf eine stabile Lösung verständigen werden“, so Freund.
Im Zentrum der Vorbereitungen steht derzeit vor allem die künftige Verwaltungsstruktur. Freund setzt dabei auf das Prinzip: erst der organisatorische Zuschnitt, dann die personellen Entscheidungen. Geprüft werden aktuell ein arbeitsfähiger Neuaufbau der Verwaltung sowie ein effizienter Zuschnitt von Referaten und Direktorien. „Bevor über Personen entschieden wird, müssen die Strukturen stimmen. Augsburg braucht eine Verwaltung, die klar organisiert ist und schnell ins Arbeiten kommt“, sagt Freund.
Das Kulturreferat bleibt
Klarheit schafft der designierte Oberbürgermeister auch bei der Kulturpolitik: Das Kulturreferat bleibt bestehen. „Selbstverständlich wird es weiterhin ein Kulturreferat geben“, betont Freund. Wie bisher solle das Referat mit einem weiteren Aufgabenbereich verbunden werden. Über die konkrete Ausgestaltung werde derzeit noch beraten.
Nur 0,2 Prozent der Gesamtbevölkerung erreicht: der städtische Podcast wird gestrichen
Das Podcast-Format „Augsburg Direkt“ der amtierenden Oberbürgermeisterin soll eingestellt werden. Hintergrund sind nach Angaben Freunds die Reichweitenzahlen des Formats: Im Durchschnitt habe der Podcast laut städtischen Angaben rund 450 Zugriffe pro Folge erzielt. „Das entspricht positiv gerundet gerade einmal 0,2 Prozent der Augsburger Stadtbevölkerung. Für ein kostspieliges städtisches Eigenmarketing ist das zu wenig“, sagt Freund. Künftig wolle man stattdessen stärker auf den Austausch mit unabhängigen Medienformaten und die freie Presselandschaft in Augsburg setzen.
Mit Blick auf die Erwartungen nach der Wahl erklärt Freund: „Viele Menschen verbinden mit diesem Neuanfang große Hoffnungen. Das spüre ich in vielen Gesprächen und Nachrichten. Genau diesem Vertrauen wollen wir jetzt gerecht werden.“




