Fugger-Express: Mehr Platz in stark nachgefragten Zügen

Mehr Sitzplätze gibt es ab dem Fahrplanwechsel am 14. Dezember in einigen stark nachgefragten Zügen des Fugger-Express. Pendler nach München profitieren dabei von einem verbesserten Fahrzeugeinsatz in der Hauptverkehrszeit.

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Bild: Deutsche Bahn

„Unser Ziel ist es, möglichst jedem Fahrgast einen Sitzplatz anzubieten, deshalb lassen wir die Reisendenzahl in allen Zügen regelmäßig durch ein unabhängiges Institut ermitteln. Daraus können wir sehen, an welchen Stellen unsere Züge ausreichend Plätze bieten und wo wir noch korrigieren müssen. Zum Fahrplanwechsel können wir in Abstimmung mit der Bayerischen Eisenbahngesellschaft (BEG) zumindest kleinere Verbesserungen anbieten“, so Bärbel Fuchs, Geschäftsleitung DB Regio Allgäu-Schwaben.

Abfahrt Augsburg

Abfahrt Augsburg 6.49 Uhr Dieser Zug (RE 57091) fährt mit einem zusätzlichen Doppelstockwagen, da die Fahrgastzahlen bei dieser Verbindung in den vergangenen Jahren kontinuierlich gestiegen sind. Zusätzlich hält der Zug jetzt auch in Kissing. Die Ankunft in München ist um 7.38 Uhr.

Abfahrt Augsburg 7.05 Uhr Der RE 57009 hält zusätzlich in Haspelmoor und Mammendorf.

Abfahrt Augsburg 7.13 Uhr Dieser Zug (RE 57089) fährt zugunsten des Regionalexpress 57091 mit einem Doppelstockwagen weniger. Fuchs: „Da der Zug nicht mehr in Haspelmoor hält, ist dies vertretbar, zumal hier immer relativ viele Plätze freiblieben.“ Der Halt Haspelmoor wird vom Regionalexpress 57009 übernommen (s.o.). Damit steht für diese Verbindung eine zeitnahe Ersatzbedienung zur Verfügung (Abfahrt 7.27 Uhr statt 7.35 Uhr)

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Abfahrt München

Bei der Rückfahrt aus München am Nachmittag ging es vor allem darum, die Abfahrtszeiten in München gleichmäßiger zu verteilen. Damit soll auch die Auslastung der Züge gleichmäßiger werden. Bärbel Fuchs: „Da um diese Zeit Hochbetrieb auf allen Strecken herrscht, sind die Spielräume oft relativ gering. Trotzdem ist es uns gelungen, durch leichte Verschiebungen eine völlig neue Verbindung München – Augsburg – Donauwörth herzustellen.“

Abfahrt München um 17.54 Uhr Der Zug fährt in Augsburg weiter nach Donauwörth statt wie bisher nach Gessertshausen. Diese Verbindung ist neu und ohne Umstieg möglich. Reisende nach Gessertshausen und Dinkelscherben haben in Augsburg direkten Anschluss.

Abfahrt München um 18.01 Uhr Dieser Zug hält neu zusätzlich in Mammendorf, Haspelmoor und Althegnenberg und fährt nach Gessertshausen statt wie bisher nach Donauwörth. Reisende nach Donauwörth haben in Augsburg direkten Anschluss.

Abfahrt München um 18.11 Uhr Dieser Zug startet nun vier Minuten später um 18.15 Uhr und fährt beschleunigt, d.h. er bedient die Halte Mammendorf, Haspelmoor und Althegnenberg nicht mehr.

Störungen bei Triebzügen der Baureihe ET 440

Da derzeit ein hoher Reparaturbedarf bei Motoren der Triebzüge vom Typ ET 440 besteht, setzt DB Regio Allgäu-Schwaben ab dem 14. Dezember auf bestimmten Verbindungen Doppelstockwagen sowie Dieseltriebzüge der Baureihe VT 642 ein, damit Zugkürzungen vermieden werden.

Bärbel Fuchs: „Leider sind in den vergangenen Monaten an den im Fugger-Express eingesetzten Triebzügen vom Typ ET 440 vermehrt Störungen aufgetreten. Es sind Motoren ausgefallen, die eigentlich viele, viele Jahren hätten halten sollen. Dies war in dem aufgetretenen Ausmaß nicht vorzusehen und hat auch den Hersteller überrascht. Für unsere Kunden bedeutete das im Herbst leider des Öfteren gekürzte Züge, die zum Beispiel nur in Dreifach- statt Vierfachtraktion gefahren sind. Hierfür möchten wir uns bei allen Betroffenen entschuldigen.“

Aktuell werden alle ET 440 intensiv untersucht und die Motoren bei Bedarf repariert oder ausgetauscht. Allerdings sind die benötigten Ersatzteile in der benötigten Menge nicht kurzfristig lieferbar. „Wir haben uns deshalb schweren Herzens entschlossen, drei Fahrzeuge komplett aus dem Betrieb zu nehmen. Wir hoffen, schnell wieder ausreichend Ersatzteile zu erhalten, damit wir alle Fahrzeuge wieder flott bekommen“, sagt Fuchs.

Verbesserungen bei der Kneipp-Lechfeld-Bahn

Auf der Kneipp-Lechfeld-Bahn setzt DB Regio Allgäu-Schwaben zum Fahrplanwechsel gemeinsam mit der Bayerischen Eisenbahngesellschaft (BEG), die Schienenpersonennahverkehr im Freistaat plant, finanziert und kontrolliert, auf einer beliebten Pendlerverbindung einen zusätzlichen Triebzug ein und verdoppelt damit das Sitzplatzangebot. Am Nachmittag waren die Reisendenzahlen bei der Verbindung Augsburg (ab 16.43 Uhr) – Kaufering über die Jahre so stark gestiegen, dass viele Fahrgäste ins Lechfeld nur noch einen Stehplatz bekamen. Fuchs: „Es freut uns, dass wir hier zusammen mit der BEG eine tragfähige Lösung im Interesse der Kunden gefunden haben.“