Gefahrgutunfall in Vilshofen: Salpetersäureaustritt bei Brauerei verursacht gesundheitliche Beeinträchtigungen und Weitersperrung

Alfred Ingerl
2 Minuten Lesezeit

Am 2. Juni 2026 kam es in Vilshofen an der Donau bei einer Brauerei zu einem Gefahrgutunfall. Gegen 15:00 Uhr beschädigte ein Mitarbeiter beim Rangieren mit einem Gabelstapler einen IBC-Container, der knapp 1000 Liter Salpetersäure enthielt.

Austritt von Salpetersäure in Brauerei

Durch den Unfall riss der Container auf, woraufhin der größte Teil der Säure austrat. Die ausgelaufene Säure reagierte teilweise und entwickelte giftigen Rauch, während der Rest über einen Gully in die Kanalisation gelangte. Sofort wurden im Umkreis von 100 Metern um die Austrittsstelle Absperrungen eingerichtet, zudem gab das Landratsamt Passau eine Gefahrenmeldung heraus.

Einsatzkräfte verdünnen Gefahrstoff

Die Feuerwehr verdünnte die Salpetersäure mit Wasser und leitete sie kontrolliert in die örtliche Kläranlage. Messungen in der Kanalisation ergaben keine erhöhte Gefahr, sodass die Sperrungen gegen 21:00 Uhr aufgehoben wurden. Insgesamt wurden acht Personen leicht verletzt, darunter der Verursacher und zwei unbeteiligte Frauen, die mit Atemreizungen und Kopfschmerzen zu kämpfen hatten. Alle Betroffenen wurden vor Ort ambulant behandelt.

Großeinsatz von Feuerwehr und Rettungskräften

Insgesamt waren rund 220 Einsatzkräfte von Feuerwehr, Rettungsdienst, Polizei und Stadt Vilshofen im Einsatz. Aufgrund der umfangreichen Absperrmaßnahmen kam es zu Beeinträchtigungen rund um die Stadtmitte. Die Unfallaufnahme erfolgte durch die Polizei Vilshofen unter Beteiligung des Gefahrguttrupps der VPI Deggendorf.

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Alfred Ingerl ist freier Redakteur aus dem Bereich Blaulicht für Augsburg, Bayerisch-Schwaben und Bayern.