Giftköder-Fund in Simbach: Ermittlungen zu getöteten Greifvögeln im vollen Gange

In Simbach bei Landau, im Landkreis Dingolfing-Landau, sorgt der Fund mehrerer toter Vögel, darunter rund ein Dutzend streng geschützter Greifvogelarten, für Aufsehen. Die Ermittlungen der Staatsanwaltschaft Deggendorf zusammen mit der Polizeiinspektion Landau a.d.Isar laufen seit Juli 2025 auf Hochtouren weiter.

Verdacht auf Giftköder

Untersuchungen ergaben, dass die Tiere, darunter vier Rotmilane, drei Schwarzmilane, fünf Mäusebussarde, eine Krähe und vier Kolkraben, höchstwahrscheinlich durch das Gift Carbofuran getötet wurden. Diese Vermutung stützt sich auf Ergebnisse des Bayerischen Landesamts für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit sowie weiterer Untersuchungen des Bayerischen Landeskriminalamts.

Fahndung nach Hinweisen

Ende Februar 2026 durchsuchten Beamte der Polizeiinspektion Landau a.d.Isar und der Zentralen Einsatzdienste Landshut insgesamt sechs Tatorte in den Landkreisen Dingolfing-Landau und Rottal-Inn. Dabei wurden mehrere Mobiltelefone sichergestellt, die nun auf Hinweise zur illegalen Tötung der Greifvögel ausgewertet werden.

Erfahrung in Wildtierkriminalität

Die Staatsanwaltschaft Deggendorf, bekannt für ihre Erfahrung im Bereich Wildtierkriminalität, leitet die Ermittlungen in diesem Fall. Unterstützt wird diese Arbeit vom Polizeipräsidium Niederbayern, das sich aktiv am Projekt wildLIFEcrime beteiligt, einem länderübergreifenden EU-LIFE-Projekt zum Schutz bedrohter Wildtiere.

Veröffentlicht: 09.03.2026, 12:00 Uhr

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Alfred Ingerl
Alfred Ingerl
Alfred Ingerl ist freier Redakteur aus dem Bereich Blaulicht für Augsburg, Bayerisch-Schwaben und Bayern.

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