Die bundeseigene Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) untersucht mögliche Betrugsfälle in Entwicklungsprojekten im Jemen. Wie das Unternehmen der “Welt” und dem Portal “Business Insider” bestätigte, wurden im Zusammenhang mit “kaufmännischen Unregelmäßigkeiten” inzwischen 24 Mitarbeiter freigestellt.
Jemen (Archiv), via dts Nachrichtenagentur
Die GIZ teilte mit, sie habe bereits notwendige arbeitsrechtliche Konsequenzen gezogen. Nach Informationen der Medien geht es unter anderem um eine mutmaßliche Währungsmanipulation sowie Betrug bei Tankabrechnungen.
Den Angaben zufolge beauftragte die GIZ bereits im Herbst 2022 eine erste unabhängige Prüfung. Das Bundesentwicklungsministerium (BMZ) und der Aufsichtsrat seien 2023 informiert worden, nachdem sich Hinweise auf Unregelmäßigkeiten teilweise bestätigt hätten. Die GIZ erklärte, die Untersuchungen dauerten weiter an. Die Prüfungen zur vollständigen Feststellung der Schadenshöhe seien noch nicht abgeschlossen.
Auch das BMZ bestätigte Kenntnisse über den Fall. Das Ministerium erklärte, es verfolge die Aufklärung eng. Rechtliche Schritte gegen Mitarbeiter seien bereits erfolgt und weitere befänden sich in Prüfung. Die Aufarbeitung werde durch die Sicherheitslage im Jemen erschwert. Ob strafrechtliche Ermittlungen laufen, ließen BMZ und GIZ offen. Das Ausmaß des möglichen Schadens ist bislang unklar.

