28-jähriger Afghane in Ruhpolding nach Messerangriff in Regionalbahn festgenommen

Alfred Ingerl
2 Minuten Lesezeit

Ein schockierender Vorfall ereignete sich am Mittwochmorgen, dem 15. Juli, in Ruhpolding: Ein 28-jähriger Mann aus Afghanistan wurde nach einem Notruf in der dortigen Regionalbahn festgenommen. Ihm werden Bedrohung und versuchte gefährliche Körperverletzung vorgeworfen.

Mutmaßlicher Tatablauf

Ein 26-jähriger Zugbegleiter betrat die Regionalbahn im Bahnhof Ruhpolding, um Fahrausweise zu kontrollieren. Doch bevor es dazu kam, forderte der Beschuldigte den Zugbegleiter auf, den Zug zu verlassen. Unter Androhung von Gewalt und dem Hinweis, ein Messer bei sich zu führen, verließ der Zugbegleiter den Zug. Kurz darauf zog der Beschuldigte ein Messer und verfolgte den Zugbegleiter in das Stadtgebiet, wobei er das Messer warf, jedoch glücklicherweise niemanden traf.

Auf dem Weg zurück zum Bahnhof soll der Tatverdächtige zudem einen Pkw mit einem Stein beworfen haben. Zudem versuchte er, einen 49-jährigen Passanten zu verletzen, was zum Glück misslang. In Panik verließen Schüler den Gefahrenbereich am Bahnhof, wobei es zu leichten Verletzungen durch Stürze kam.

Aufnahme durch Polizei und weitere Maßnahmen

Der Verdächtige flüchtete anschließend in das Stadtgebiet, wo er schließlich von der Polizei nahe dem Kurpark festgenommen wurde, ohne Widerstand zu leisten. Das mutmaßliche Tatmesser wurde bei ihm sichergestellt. Zahlreiche Polizeieinheiten, darunter die Bundespolizeiinspektion Freilassing und die Polizeiinspektion Traunstein, waren im Einsatz. Zeugen und Betroffene erhielten Betreuung in einer nahegelegenen Turnhalle.

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Ermittlungen und rechtliche Schritte

Die Staatsanwaltschaft Traunstein leitet die Ermittlungen gegen den Mann. Er wurde psychiatrisch begutachtet, und eine Wohnungsdurchsuchung wurde durchgeführt. Das Amtsgericht Traunstein ordnete seine einstweilige Unterbringung an, da Anzeichen einer psychischen Erkrankung vorliegen. Trotz der Umstände besteht kein Hinweis auf einen terroristischen Hintergrund. Der Mann wurde erneut wegen Bedrohung und versuchter Körperverletzung angezeigt. Bis zur endgültigen gerichtlichen Klärung gilt die Unschuldsvermutung.

Zeugenaufruf

Die Bundespolizeiinspektion Freilassing bittet alle Zeugen oder weiteren Betroffenen, sich unter der Telefonnummer 08654-7706-0 oder per E-Mail an bpoli.freilassing@polizei.bund.de zu melden.

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Alfred Ingerl ist freier Redakteur aus dem Bereich Blaulicht für Augsburg, Bayerisch-Schwaben und Bayern.