München (ots) – Die Bundespolizeidirektion München, verantwortlich für grenzpolizeiliche Aufgaben in Bayern, hat wesentliche Feststellungen in Bezug auf die unerlaubte Einreise von Personen an den Land- und Luftgrenzen veröffentlicht. Eine detaillierte Übersicht der monatlichen Zahlen von Januar 2021 bis Juni 2026 ist in der dazugehörigen Tabelle verfügbar.
Unerlaubte Einreisen und Rückweisungen
Im Zeitraum von 2024 bis 2026 wurden in Bayern insgesamt 13.553 Personen entweder unmittelbar an der Grenze oder im Kontext eines illegalen Grenzübertritts zurückgewiesen oder zurückgeschoben. Seit der Wiedereinführung der Binnengrenzkontrollen an Landgrenzen am 16. September 2024, verzeichnete die Bundespolizei 20.939 unerlaubte Einreisen, davon 16.288 aus Österreich und 4.651 aus Tschechien.
Darüber hinaus wurden 13.553 Personen an der Grenze zurückgewiesen, 12.297 aus Österreich und 1.256 aus Tschechien. 751 Personen mit Wiedereinreisesperren wurden an der Einreise gehindert, darunter 663 aus Österreich und 88 aus Tschechien.
Schleuser und Haftbefehle
Die Bundespolizei nahm 1.039 Schleuser fest, wovon 963 aus Österreich und 76 aus Tschechien kamen. Zudem konnten 4.582 offene Haftbefehle vollstreckt werden, darunter 3.670 aus Österreich und 912 aus Tschechien. Es wurden auch 353 Personen aus extremistischen Spektren erkannt, mit einer Aufteilung von 272 aus Österreich und 81 aus Tschechien.
Kontrollen an erweiterten Landgrenzen
Seit dem 8. Mai 2025 konzentrieren sich die Kontrollen ausschließlich auf Landgrenzen, wobei bis Juni 2026 12.566 unerlaubte Einreisen registriert wurden, davon 9.573 aus Österreich und 2.993 aus Tschechien. Die zurückgewiesenen oder zurückgeschobenen Personen beliefen sich auf 8.624, darunter 7.765 aus Österreich und 859 aus Tschechien. 546 davon fielen unter den § 18 (2) AsylG, hauptsächlich aus Österreich (529) im Vergleich zu Tschechien (17).
Zudem konnten 38 Personen aus vulnerablen Gruppen identifiziert werden, 37 aus Österreich und 1 aus Tschechien. Wiedereinreisesperren betrafen 442 Personen, mit 380 aus Österreich und 62 aus Tschechien. Die Festnahmen von Schleusern summierten sich auf 627, aufgeteilt in 584 aus Österreich und 43 aus Tschechien. Insgesamt bearbeitete die Polizei 3.062 Haftbefehle, ausgehend von 2.444 aus Österreich und 618 aus Tschechien. Unter den festgestellten extremistischen Aktivitäten wurden 261 PMK-Treffer verzeichnet, davon 199 aus Österreich und 62 aus Tschechien.
Die temporären Grenzkontrollen, die seit dem 16. September 2024 auch die Grenzen zu Frankreich, Belgien, den Niederlanden, Luxemburg und Dänemark betreffen, bleiben weiterhin in Kraft. Diese Maßnahmen schützen die innere Sicherheit und reduzieren irreguläre Sekundärmigration.
Diese Daten entstammen der Polizeilichen Eingangsstatistik der Bundespolizei, bis Mai 2026. Leichte Änderungen sind durch nachträgliche Datenkorrekturen möglich. Die Angaben für Juni 2026 basieren auf einem Sondermeldedienst.

