Am vergangenen Wochenende war die Bundespolizei München aufgrund mehrerer Vorfälle besonders gefordert. Die Einsatzkräfte ermittelten unter anderem wegen sexueller Belästigung in einem Regionalzug, eines missbräuchlich ausgelösten Nothalts und gefährlicher Körperverletzung am Hauptbahnhof. Zusätzlich wurde ein Haftbefehl vollstreckt und Zeugen nach einer exhibitionistischen Handlung gesucht.
Sexuelle Belästigung im Regionalzug
Eine 28-jährige Ukrainerin meldete am Freitagmorgen (10. Juli) bei der Bundespolizei München eine sexuelle Belästigung. Während der Fahrt mit dem Regionalzug RB16 zwischen Pfaffenhofen und München setzte sich ein unbekannter Mann neben sie und griff ihr unvermittelt an die Brust. Nachdem die Geschädigte den Täter von sich gestoßen hatte, erstattete sie umgehend Anzeige am Münchner Hauptbahnhof. Die Bundespolizei wertet derzeit Videoaufzeichnungen zur Identifizierung des Täters aus.
Auseinandersetzung im Hauptbahnhof
Am Freitagnachmittag (10. Juli) eskalierte in einem Schnellrestaurant am Münchner Hauptbahnhof ein Streit zwischen einem 32-jährigen wohnsitzlosen Türken und einer Mitarbeiterin. Der Mann warf ein Tablet nach der 27-Jährigen, die unverletzt blieb. Bei seiner Festnahme fanden die Beamten rund 32 Gramm Cannabis bei ihm. Ermittlungen wegen versuchter gefährlicher Körperverletzung und eines Verstoßes gegen das Konsumcannabisgesetz wurden eingeleitet. Der Mann befindet sich in Untersuchungshaft.
Polizeihubschrauber mit Laser attackiert
Ein gefährlicher Vorfall ereignete sich in der Nacht auf Samstag (11. Juli), als ein Polizeihubschrauber während eines Einsatzes bei Freising mit einem Laserstrahl geblendet wurde. Der Pilot konnte das Fluggerät sicher manövrieren, sodass es zu keinem Unfall kam. Die Bundespolizei ermittelt wegen des Verdachts des gefährlichen Eingriffs in den Luftverkehr.
Am Samstagmorgen (11. Juli) löste ein 29-jähriger Italiener wegen vergessenen Gepäcks die Notbremse im Regionalexpress RE2 auf der Strecke von München nach Landshut aus. Der Zug verspätete sich um 57 Minuten, es entstanden jedoch keine weiteren Auswirkungen auf den Bahnverkehr. Ein Alkoholtest beim Verursacher ergab rund 0,8 Promille. Er ist nun wegen des Verdachts des gefährlichen Eingriffs in den Bahnverkehrs unter Verdacht.
Haftbefehl vollstreckt und Zeugenaufruf
Am Sonntagmittag (12. Juli) wurde ein 40-jähriger Ukrainer im Münchner Hauptbahnhof festgenommen. Gegen ihn lag ein Haftbefehl wegen Körperverletzung vor. Am gleichen Abend informierte die Bundespolizei über eine exhibitionistische Handlung eines 91-jährigen Deutschen am Hauptbahnhof. Die Beamten bitten Zeugen, insbesondere eine direkt betroffene Frau, um Mithilfe.

