Telefonbetrüger in Niederbayern: 77-Jährige um 4000 Euro betrogen – Polizei warnt vor russischen “Schockanrufen”

Alfred Ingerl
2 Minuten Lesezeit

In Neustadt a. d. Donau (Landkreis Kelheim) hat erneut ein Fall von Telefonbetrug stattgefunden, bei dem eine 77-jährige Frau Opfer wurde. Sie übergab fast 4000 Euro Bargeld an einen unbekannten Abholer.

Betrugsmasche mit Schockanruf

Der Vorfall ereignete sich bereits am vergangenen Freitag, dem 10. Juli 2026, als die Frau am Nachmittag einen Anruf erhielt. Die Anruferin sprach russisch und behauptete, als Mitarbeiterin einer Klinik zu arbeiten. Sie erklärte, die Enkelin der 77-Jährigen habe einen schweren Verkehrsunfall verursacht, bei dem eine Frau schwer verletzt wurde. Für die nötige Operation wurden 15.000 Euro verlangt. Kurze Zeit später erschien ein unbekannter Mann bei der Rentnerin, an den sie das Geld übergab.

Beschreibung des Täters

Der Abholer wird als etwa 30 Jahre alt und 180 cm groß beschrieben. Er hatte hellbraune kurze Haare und sprach fließend russisch. Zum Tatzeitpunkt trug er vermutlich ein kariertes Hemd.

Polizei warnt vor steigender Zahl an Betrugsfällen

Das Polizeipräsidium Niederbayern warnt vor einer Zunahme von Telefonbetrugsfällen in der Region. Insbesondere russischsprachige Personen werden gezielt kontaktiert, um durch Gespräche in der Muttersprache Vertrauen zu gewinnen und emotionale Drucksituationen zu erzeugen. Die Polizei rät zur Vorsicht und stellt wichtige Präventionsmaßnahmen zur Verfügung.

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Der aktuelle Warnhinweis des Polizeipräsidiums Niederbayern ist auch in russischer Sprache abrufbar.

Veröffentlicht: 13.07.2026, 10.20 Uhr

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Alfred Ingerl ist freier Redakteur aus dem Bereich Blaulicht für Augsburg, Bayerisch-Schwaben und Bayern.