In einer umkämpften Partie setzten sich der FC Augsburg mit einem deutlichen 3:0-Auswärtssieg gegen Borussia Mönchengladbach durch, bei dem Alexis Claude-Maurice mit einem Hattrick zum Matchwinner avancierte. Das hatten die Beteiligten nach der Partie dazu zu sagen.
Alexis Claude-Maurice: „Ich bin glücklich über den Sieg und die drei Tore. Es ist eine Ehre für mich, dass ich der erste Augsburger mit einem lupenreinen Hattrick in der Bundesliga bin. Aber das wäre ohne das Team nicht möglich gewesen. Nach der Roten Karte hatten wir mehr Räume und sind geduldig geblieben. Wir haben dann die entscheidenden Tore gemacht. Jetzt heißt es, den Fokus auf das nächste Spiel zu richten – mehr nicht.“
Jeffrey Gouweleeuw: „Der Sieg fühlt sich sehr gut an. Am Anfang standen wir unter Druck, aber wir haben defensiv das Selbstvertrauen, solche Phasen als Team zu überstehen. Nach der Roten Karte haben sich mehr Räume aufgetan, vor dem Tor waren wir aber zunächst zu ungeduldig. In der Halbzeit haben wir angesprochen, dass wir fähig sind, noch einen Treffer zu machen. Der Dreierpack von Alexis freut mich sehr für ihn. Die drei Punkte nehmen wir sehr gerne mit, um den Abstand nach unten zu vergrößern.“
Finn Dahmen: „Direkt nach der Roten Karte haben wir es richtig schlecht gemacht und hatten Glück, dass wir nicht in Rückstand geraten sind. In der zweiten Halbzeit haben wir uns aber gesteigert und zum richtigen Zeitpunkt die Tore erzielt. Als Torwart freut es mich natürlich, wieder zu Null zu spielen, aber auch das ist ein Verdienst der ganzen Mannschaft. Wir sind in der Defensive sehr stabil und gut in Form – so darf es gerne weitergehen!“
Tobias Sippel (Gladbach): Ich bin nach dem Platzverweis gegen Jonas Omlin ein bisschen ins kalte Wasser geworfen worden. Mit einem besseren Rhythmus hätte ich vielleicht eines der drei Gegentore verhindern können. Es sollte aber leider nicht sein. Es war schon etwas Spezielles, nach zwei Jahren plötzlich wieder in der Bundesliga im Tor zu stehen. Aber natürlich hätte ich mir ein ganz anderen Spielverlauf und ein anderes Ergebnis gewünscht.
Julian Weigl (Gladbach): Wir sind sehr gut ins Spiel gestartet, hatten viel Ballbesitz und waren am Drücker. Die Rote Karte war extrem ärgerlich. Wir haben es aber in der ersten Hälfte trotz Unterzahl gut gemacht, haben unsere beiden Chancen kurz vor der Pause aber leider nicht genutzt. In der zweiten Halbzeit war es zu wenig, die Abstimmung hat nicht mehr gestimmt. Augsburg hat sich zu einfach in unseren Sechzehner gespielt. Nach den beiden Gegentoren innerhalb kurzer Zeit war dann ein wenig die Luft raus.
Nico Elvedi (Gladbach): Das Spiel ist sehr unglücklich für uns verlaufen. Es war ein schlechter Rückpass von mir. Es tut mir extrem leid für Jonas. In der ersten Halbzeit haben wir es trotz der Unterzahl noch richtig gut gemacht und hatten mehrere Chancen zur Führung. Nach der Pause haben die Kräfte mit einem Mann weniger nachgelassen, dennoch haben wir es den Augsburgern in mehreren Situationen zu einfach gemacht. Das hätte uns so nicht passieren dürfen.
Jess Thorup (Trainer Augsburg): „Wir sind nicht gut ins Spiel gekommen. In den ersten zehn Minuten hat man Gladbachs Stärken am Ball gesehen und wir waren defensiv gefordert. Dann kam die Rote Karte – doch Gladbach war trotzdem das gefährlichere Team und hatte die größeren Chancen. Wir haben wohl gedacht, dass es nach dem Platzverweis einfach wird. Das haben wir in der Halbzeit klar angesprochen und ich musste etwas lauter werden. Dann haben wir es nach dem Seitenwechsel besser gemacht. Wir hatten die Spielkontrolle und haben uns Chancen erspielt – vor allem Alexis hat es hervorragend gemacht und sich mit drei Toren belohnt. Dass wir jetzt seit sieben Spielen ungeschlagen sind, gibt uns Selbstvertrauen für die kommenden Aufgaben.“
Gerardo Seoane (Trainer Gladbach): „Wir hatten eine gute Anfangsphase, aber waren nicht zielstrebig genug. Aus der ersten halben Stunde müssen wir mehr rausholen. Die Rote Karte war eine klare Sache und hat das Spiel beeinflusst, aber nicht entschieden. Je länger das Spiel dauerte, desto mehr Druck hat der FCA gemacht. Bei den Gegentoren hätten wir besser verteidigen können. Die Mannschaft hat dann versucht, alles wegzuverteidigen, aber wir haben gesehen, wie gut Claude-Maurice in den Zwischenräumen ist – die drei Tore sprechen für sich.“
Quelle: fcaugsburg.de/borussia.de


