Großrazzia gegen Geldwäsche-Netzwerk – Einsatz auch in Bayern

Presse Augsburg
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Bayern – Mit mehr als 1.000 Einsatzkräften geht die Polizei seit Mittwochmorgen gegen ein mutmaßliches internationales Geldwäsche-Netzwerk im Umfeld der „Hells Angels“ vor. Die großangelegte Razzia erstreckt sich über mehrere Bundesländer und europäische Staaten. Auch in Bayern finden Durchsuchungen statt.

Nach Angaben der Ermittlungsbehörden werden insgesamt mehr als 100 Objekte durchsucht. Im Fokus stehen 71 Beschuldigte. Darunter befinden sich nach Angaben der Behörden Verantwortliche eines bundes- und europaweit tätigen Geldwäsche-Netzwerks sowie hochrangige Mitglieder einer Rockergruppierung. Nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur handelt es sich dabei um die „Hells Angels“.

Durchsuchungen auch in Bayern

Neben zahlreichen Maßnahmen in Nordrhein-Westfalen werden insgesamt sechs Objekte in Bayern, Baden-Württemberg, Rheinland-Pfalz und Berlin durchsucht. Wie viele davon konkret in Bayern liegen und an welchen Orten die Einsatzkräfte tätig sind, wurde zunächst nicht bekanntgegeben. Das Bayerische Landeskriminalamt verwies für weitere Informationen auf die federführenden Ermittlungsbehörden.

Auch im europäischen Ausland laufen Maßnahmen. Behörden in Belgien, Bulgarien und den Niederlanden durchsuchen insgesamt sieben weitere Objekte.

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Ermittler wollen Vermögen in Millionenhöhe sichern

Den Beschuldigten werden unter anderem die Bildung einer kriminellen Vereinigung, räuberische und gewerbsmäßige Erpressung, banden- und gewerbsmäßiger Betrug sowie gewerbsmäßige Geldwäsche vorgeworfen. Darüber hinaus ermitteln die Behörden wegen Waffen- und Körperverletzungsdelikten sowie Steuerhinterziehung.

Im Zuge des Einsatzes sollen außerdem mehrere Haftbefehle vollstreckt werden. Die Ermittler wollen Vermögenswerte in Höhe von insgesamt 48,6 Millionen Euro sichern.

Federführend sind die Staatsanwaltschaft Duisburg und weitere Ermittlungsbehörden in Nordrhein-Westfalen. Nach deren Erkenntnissen sollen illegal erwirtschaftete Gelder durch verschiedene Verschleierungsmaßnahmen in den legalen Wirtschaftskreislauf gelangt und unter anderem in Unternehmen und Immobilien investiert worden sein.

Die Ermittlungen und Durchsuchungsmaßnahmen dauern an. Weitere Einzelheiten zu den Einsatzorten in Bayern wurden bislang nicht veröffentlicht.

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