Bitterer Nachmittag ür den FC Augsburg: Trotz einer kämpferischen Leistung ging der FCA beim Tabellenfünften RB Leipzig mit 1:2 als Verlierer vom Platz. Lange sah es nach einem verdienten Punkt aus, doch ein unglückliches Eigentor in der Nachspielzeit machte alle Mühen zunichte.
Stark verändert, aber selbstbewusst
Nach dem 2:0-Heimsieg gegen Köln nahm Trainer Manuel Baum zwei Änderungen in der Startelf vor: Der zuletzt starke Alexis Claude-Maurice fehlte aus privaten Gründen, dafür kehrte Dimitrios Giannoulis nach überstandenen Achillessehnenproblemen zurück. In der Innenverteidigung ersetzte Arthur Chaves den gelbgesperrten Cédric Zesiger.
Mit drei Siegen in Folge reiste der FCA selbstbewusst nach Leipzig – trotz sechs zuvor verlorener Auswärtsspiele an der Pleiße. Die Hausherren übernahmen früh die Kontrolle, vor allem über den quirligen Antonio Nusa, doch Augsburg hielt bissig dagegen und setzte immer wieder Nadelstiche im Umschaltspiel.
Riesenchance vor der Führung
In der 22. Minute bot sich die große Gelegenheit zur Führung: Nach einem Schuss von Mert Kömür auf den Ellenbogen von Christoph Baumgartner entschied der VAR auf Elfmeter. Keven Schlotterbeck scheiterte jedoch am stark reagierenden Maarten Vandevoordt. Auf der Gegenseite prüfte Yan Diomandé in der 29. Minute Finn Dahmen, der glänzend parierte.
Belohnt wurde der Einsatz schließlich in der 39. Minute: Giannoulis schickte Fabian Rieder steil, der den Überblick behielt und quer auf Robin Fellhauer legte. Der Verteidiger traf mit links aus dem Rückraum zum 1:0 – Pausenstand vor 43.563 Zuschauern.
Turbulente zweite Halbzeit
Die zweite Hälfte begann hektisch: Augsburg hatte zunächst zwei Chancen, die aber wegen Abseits zurückgepfiffen wurden (50.), kurz darauf scheiterte Baumgartner freistehend an Dahmen (51.). Auch in der 60. Minute blieben starke Angriffe der Fuggerstädter unbestraft: Giannoulis und später Anton Kade scheiterten jeweils am Leipziger Keeper.
RB Leipzig erhöhte nun den Druck. In der 67. Minute traf Castello Lukeba nach einer Ecke nur den Außenpfosten, kurz darauf wurde ein Schuss von Diomandé abgefälscht ans Außennetz. Dahmen rückte immer mehr in den Mittelpunkt und parierte in der 73. Minute stark gegen Romulo.
In der 76. Minute fiel schließlich der Ausgleich: Diomandé zog mit Tempo in den Strafraum, setzte sich trotz enger Bewachung durch Schlotterbeck durch und überwand Dahmen aus rund zehn Metern zum 1:1.
Dramatische Schlussphase
Die Schlussphase blieb nervenaufreibend. In der 83. Minute hatte der FCA Pech, als Ribeiro nach starkem Zuspiel von Rieder Vandevoordt überlupfte, der Ball aber nur den Innenpfosten traf. Kurz darauf feierte Eigengewächs Schnitzer sein Bundesliga-Debüt (84.). Dahmen parierte zudem erneut stark gegen Conrad Harder (86.).
Alles deutete auf einen Punktgewinn hin – doch in der Nachspielzeit folgte der Nackenschlag: Nach einer Flanke von David Raum wehrte Dahmen den Ball ab, der Abpraller prallte unglücklich von Arthur Chaves ins eigene Netz – 1:2 aus FCA-Sicht (90.+2). Fast hätte Dahmen in der letzten Aktion sogar noch für die Sensation gesorgt, als er bei einem Augsburger Standard mit nach vorne rückte, seinen Kopfball aber nicht aufs Tor brachte.
Ausblick
Am kommenden Spieltag wartet das nächste Auswärtsspiel auf den FCA: Am Samstag, 14. März (15.30 Uhr), sind die Augsburger bei Borussia Dortmund zu Gast.


