Ermittlungen gegen Heilerziehungspfleger wegen Kinderpornografie
In Bamberg und Bayreuth ermitteln die Zentralstelle Cybercrime Bayern und die Kriminalpolizeiinspektion Bayreuth gegen einen 33-jährigen Heilerziehungspfleger. Der Mann steht im Verdacht, während seiner Arbeitszeit in einer Tagesstätte für Menschen mit Behinderung Bild- und Videoaufnahmen von ihm betreuten Kindern und Jugendlichen gefertigt zu haben. Dabei sollen auch das Gesäß und die Geschlechtsteile, teils unbekleidet, zu sehen sein.
Hinweis aus den USA führt zu Ermittlungen
Ein Hinweis des National Center for Missing & Exploited Children (NCMEC) aus den USA brachte die Ermittlungen ins Rollen. Es waren zahlreiche Videos mit kinderpornografischen Inhalten auf eine Cloud hochgeladen worden, was einen Anfangsverdacht gegen den 33-jährigen Mann ergab. Bei richterlich angeordneten Durchsuchungen in den Landkreisen Kulmbach und Hof wurden zahlreiche elektronische Speichergeräte sichergestellt. Diese Durchsuchung bestätigte den Verdacht gegen den Heilerziehungspfleger weiter.
Haftbefehl und weitere Ermittlungen
Vor dem Hintergrund der neuen Erkenntnisse erließ der Ermittlungsrichter auf Antrag der Zentralstelle Cybercrime Bayern einen Haftbefehl. Der Beschuldigte befindet sich nun in Untersuchungshaft. Die Ermittlungen zu den Geschädigten sind noch nicht abgeschlossen.
Arbeiten der Zentralstelle Cybercrime Bayern
Seit dem 1. Januar 2015 ist die Zentralstelle Cybercrime Bayern bei der Generalstaatsanwaltschaft Bamberg für die Bearbeitung herausragender Ermittlungsverfahren im Bereich der Cyberkriminalität zuständig. Diese arbeitet eng mit Spezialisten der Landes- und Bundespolizei sowie internationalen Partnern zusammen. Seit dem 1. Oktober 2020 ist das Zentrum zur Bekämpfung von Kinderpornografie und sexuellem Missbrauch im Internet Teil der Zentralstelle, mit dem Fokus auf die Verfolgung von Darknet-Aktivitäten.

