Unsere Familie können wir uns nicht aussuchen, für manche ist es ein Segen, für andere ein Fluch. Für Kaya Yanar war die Familie auf jeden Fall Anzreiz zu seinem herrlich witzigen Bühnenprogramm „Der Fluch der Familie“. In Augsburg begeisterte er damit wieder einmal sein vergnügtes Publikum.

Kaya versucht schon als Kleiner dem Bauch seiner Familie zu entkommen, so will es das
Bühnenbild zu verstehen geben. Ein strenger Vater, eine emotionale Mutter und ein viel zu
schlauen Bruder wollen nach ihm greifen.

Kaya liebt seine Familie, aber eigentlich hätten sie sich nie verstanden, nicht nur wegen zweier Sprachen Türkisch und Deutsch. Die Familie könne man sich nicht aussuchen. Des einen Fluch, des andern Segen. Die Sprachverwirrung wurde in seiner eigenen Familie noch komplizierter. Schwyzerdütsch ist noch dazu gekommen. „Der Bauch heißt Buch“ und ein Buch kann aber auch was zum Lesen sein.
Kayas Programm war herrlich witzig und völlig unpolitisch, bis auf ein paar Seitenhiebe auf unser Gesundheitssystem. Kaya hatte sich nämlich ein Band am Knöchel gerissen. „Wie kann ich mich mit einer marokkanischen Krankenschwester verständlich machen, die mir eine Spritze verpassen will?“ Er hatte es sein Publikum im Augsburger Kongress am Park wissen lassen. Ein fantastisch lustiger Abend.


