Hofreiter will stärkere Personalisierung bei den Grünen

Nach den Landtagswahlen in Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz fordert der Vorsitzende des Europa-Ausschusses im Bundestag, Anton Hofreiter (Grüne), eine stärkere Personalisierung bei den Grünen. Der Wahlsieg von Cem Özdemir „hat uns gezeigt, dass es einen großen Unterschied macht, wenn man um Platz 1 kämpft“, sagte er dem „Tagesspiegel“ (Dienstagausgabe). „Für uns heißt das: Wir müssen die SPD abschütteln, um in eine Duell-Situation zu kommen“, sagte der frühere Fraktionsvorsitzende der Grünen im Bundestag.

Grünen-Logo (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

Zwar sei es eine „Quatsch-Debatte“, wenn es nun Forderungen gebe, die Bundesgrünen müssten wie die Grünen in Baden-Württemberg auftreten. Die Personalisierung im Wahlkampf sei jedoch für die Grünen richtig. Die Partei brauche „Personen, die bekannt sind, denen die Menschen vertrauen und die für sich selbst stehen“, sagte Hofreiter und forderte mehr Freiheiten für das Spitzenpersonal der Partei. „Die Leute wollen keine Sprachroboter, die alle das gleiche sagen.“

Auch inhaltlich müssten sich die Grünen hinterfragen. „Wir brauchen sicherlich einige Positionsklärungen“, sagte Hofreiter und nannte etwa die Haltung zur Wehrpflicht und einem sogenannten Gesellschaftsjahr. Das müssten die Grünen in diesem Jahr klären.

„Ich werbe dafür, dass wir ein verpflichtendes Gesellschaftsjahr einführen“, sagte Hofreiter. Dies sei in der heutigen Zeit eine angemessene Maßnahme. „Die Wehrpflicht wird über kurz oder lang sowieso kommen, denn die Bundeswehr hat große Personalprobleme“, so Hofreiter. „Ein Gesellschaftsjahr, das für Männer und Frauen gilt und bei dem man selbst entscheiden kann, welchen Dienst man leisten will, ist daher das Progressivste, was zu haben ist.“

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DTS Nachrichtenagentur
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Autor dieses Artikel ist unser Partner, die dts Nachrichtenagentur.

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