Ein ungewöhnlicher Rettungseinsatz hat am Dienstagabend den Perlacher Forst in München beschäftigt. Ein Hund hatte sich in einem weit verzweigten Dachsbau verirrt und konnte sich nicht mehr selbst befreien. Erst nach einem mehrstündigen Einsatz gelang es Feuerwehr und Technischem Hilfswerk (THW), das Tier wohlbehalten zu retten.

Die Berufsfeuerwehr München wurde um 20.42 Uhr zu dem Einsatz alarmiert. Der Finnische Lapphund „Leevi“ war mehrere Meter tief in den Dachsbau gekrochen und fand anschließend den Weg ins Freie nicht mehr. Auch seinem Besitzer gelang es nicht, den Hund aus eigener Kraft zu befreien.
Die Einsatzkräfte konnten zwar das Wimmern des Tieres hören, die genaue Position ließ sich aufgrund der zahlreichen Ein- und Ausgänge des weitläufigen Höhlensystems jedoch zunächst nicht bestimmen. Deshalb wurde das Technische Hilfswerk hinzugezogen. Mithilfe eines speziellen Ortungsgeräts gelang es den THW-Kräften, den Aufenthaltsort des Hundes zu lokalisieren.

Für die weitere Rettung setzte der THW-Ortsverband München-Ost zusätzlich einen Bagger ein, um den Dachsbau vorsichtig freizulegen. Nach rund drei Stunden konnten die Helfer den Hund schließlich aus seiner misslichen Lage befreien.
Leevi wurde unverletzt an seine erleichterten Besitzer übergeben.

