München. Ein Jagdversuch auf eine Taube hat für einen jungen Hund am Donnerstagvormittag in der Isar geendet. Einsatzkräfte der Feuerwehr München retteten den Vierbeiner schließlich aus dem kalten Wasser am Isarwehr Oberföhring.

Nach Angaben der Feuerwehr war die Besitzerin gegen 10.35 Uhr mit ihrem Hund im Bereich des Wehrs unterwegs. Als der schwarze Weimaraner eine Taube entdeckte, riss er sich plötzlich los und nahm die Verfolgung auf. An der Brüstung der Anlage angekommen, sprang der Hund seinem Ziel hinterher – doch statt der Taube landete er rund sechs Meter tiefer im etwa acht Grad kalten Wasser der Isar.
Der erschrockene Vierbeiner konnte sich auf einen schmalen Vorsprung der Wehranlage retten. Seine Besitzerin wollte ihm zunächst selbst hinterherspringen, wurde jedoch von Passanten davon abgehalten.
Die alarmierte Feuerwehr setzte daraufhin Strömungsretter ein. Ein Feuerwehrtaucher schwamm, an einer Leine gesichert, zu dem verängstigten Tier. Nach einer kurzen Annäherung gelang es dem Retter, den Hund zu beruhigen und gemeinsam mit ihm zurück ans Ufer zu schwimmen.
Dort wurde der Vierbeiner seiner erleichterten Besitzerin übergeben. Verletzt wurde bei dem Einsatz niemand. Ob die gejagte Taube dem Vorfall entkam, ist nicht bekannt.
Die Feuerwehr weist in diesem Zusammenhang darauf hin, dass Baden und Schwimmen in der Nähe von Wehranlagen lebensgefährlich sein kann. Unter der Wasseroberfläche wirken starke und oft unsichtbare Strömungen, die selbst für erfahrene Schwimmer ein erhebliches Risiko darstellen.




